Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Container in den Buxtehuder Ortsteilen

Die ersten Wohncontainer stehen bereits. Weitere werden folgen (Foto: tk)
Zum ersten Mal fehlen in Buxtehude Wohnungen für Flüchtlinge / Zwei Standorte in Neukloster geplant

tk. Buxtehude/Neukloster. Bis Januar muss die Stadt Buxtehude rund 150 Plätze für Flüchtlinge organisieren. Zum ersten Mal fehlen Wohnungen. Der Bestand ist erschöpft. Daher werden jetzt auch Standorte für Wohncontainer in den Ortsteilen geplant. in Neukloster sollen Container für 40 bis 46 Menschen am Umspannwerk in Heitmannshausen und auf dem hinteren Bereich des P&R-Platzes am Bahnhof entstehen. Zudem arbeitet die Stadtverwaltung an einem Notfallplan und überlegt, in welcher Halle Flüchtlinge vorübergehend eine Bleibe finden könnten.



Die Stadtverwaltung informiert kürzlich den Ortsrat und Bürger über die Pläne. Susanne Epskamp, die federführend für die Wohnungssuche verantwortlich ist: "Bis Januar werden insgesamt 700 Menschen nach Buxtehude gekommen sein." Egal ob in der Stadt oder den Ortsteilen: "Wir begleiten die Flüchtlinge intensiv." Mit der AWO und vielen ehrenamtlichen Helfern werde ein engmaschiges Netz an Hilfen angeboten. Epskamp versicherte, dass es keine negativen Erfahrungen in der Estestadt mit den Menschen aus aller Herren Länder gebe. Den einzigen Polizeieinsatz in einer Buxtehuder Unterkunft für Flüchtlinge sei durch zwei Väter verursacht worden, die sich um einen Schulranzen für ihre Kinder stritten.

Bei einigen Bürgern aus Neukloster war dennoch ein deutliches Unbehagen spürbar: Die Menschen sprächen kein Deutsch, die Frauen würden unterdrückt, die Schulen seien überfordert. "Ich würde mein Kind mit den vielen Flüchtlingskindern jetzt auf ein Internat schicken", so einer der Anwesenden. Und einer anderer kommentierte die aktuelle Politik: "Ich hab' so einen Hals."
Susanne Epskamp und Fachbereichsleiter Dr. Thorbjörn Ferber warben für Toleranz und eine Willkommenskultur. Ferber: "Die Menschen verlassen ihre Heimat nicht freiwillig." Es sei daher eine humanitäre Pflicht, Leid zu mildern. Sein Appell: Nicht die Flüchtlinge als ein Kollektiv zu sehen, sondern jeden Einzelnen als Menschen zu betrachten - und in Buxteude willkommen zu heißen.

Unabhängig von den Standortplänen in Neukloster, wird in Buxtehude der freie Platz an der Kreuzung Gildestraße/Stader Straße als Container-Standort vorbereitet werden. Die ersten Wohncontainer an der Altländer Straße sind vor kurzem aufgestellt worden.