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Dammhausen: Landkreis sagt Sanierung ab

Schon im Jahr 2015 präsentierten Karl-Heinz Stemmermann (li.) und Hans-Peter Tödter von der Bürgerinitiative einen Forderungskatalog der Anwohner, der bis heute nicht umgesetzt ist
bc. Buxtehude-Dammhausen. Der von den Bürgern des Buxtehuder Ortsteils Dammhausen im Zuge der A26-Öffnung in Jork so dringend geforderte Bau eines neuen Geh- und Radwegs an der Ortsdurchfahrt (K51) wird sich verzögern. Ursprünglich hätte bereits in diesen Tagen der Startschuss fallen sollen, doch der Landkreis musste die Ausschreibung aufheben. „Wir konnten keinen Zuschlag erteilen, weil Preise aufgerufen wurden, die sich deutlich von dem unterscheiden, was wir kalkuliert haben“, erklärt Kreisbaurat Hans-Hermann Bode.
Konkret habe nur ein einziger Bieter ein Angebot abgegeben. Nach unbestätigten Angaben lagen seine Preisvorstellungen bei knapp acht Millionen Euro. Bode: „Das wäre das Dreifache, was wir geplant haben.“ Jetzt will der Kreis Anfang August einen neuen Ausschreibungsversuch wagen. Der Ausbau werde sich aber definitiv ins kommende Jahr verschieben.
In Dammhausen soll nicht nur ein Geh- und Radweg gebaut werden, auch fünf neue Bushaltestellen sollen entstehen. Zudem wird der Regenwasserkanal saniert und Stromleitungen werden verlegt. An der Ausschreibung sind auch die Stadtwerke, die Stadtentwässerung und die Hansestadt selbst beteiligt. Die Federführung hat der Landkreis übernommen.
Der kann jetzt nur hoffen, dass die Kapazitäten bei den Baufirmen in ein paar Monaten zugenommen haben. „Die Baukonjunktur ist sehr gut, die Ressourcen bei den Firmen sind knapp“, sagt Bode. Der Kreis an potenziellen Unternehmen, die sich für solch eine Baustelle mit einem relativ kleinen Volumen bewerben würden, sei ohnehin übersichtlich.
Positiv sei aber, dass der Bau 2018 schon im Frühjahr beginnen könne, da dann alle Fördermittelbescheide vorliegen, so Bode. Die Rahmenbedingungen bleiben die gleichen: Die Straße müsste halbseitig gesperrt werden.
Viele Bürger in Dammhausen sind enttäuscht wegen der Verzögerung. „Wir erwarten jetzt, dass man von Seiten der Stadt und des Landkreises auf uns zukommt und Gespräche mit uns führt“, sagt Karl-Heinz Stemmermann von der Bürgerinitiative.
Zum Hintergrund: Die Klage der Anwohner gegen die Öffnung der A26-Anschlussstelle in Jork liegt noch beim Verwaltungsgericht Stade, ist aber derzeit ruhig gestellt, da die Anlieger auf den zugesagten Ausbau gehofft hatten. „Unsere Forderungen sind nach wie vor nicht erfüllt“, sagt Stemmermann. Dass die Klage erneut aktiviert werde, sieht er jedoch vorerst nicht. Trotzdem sorgt er sich: „Die provisorischen Ampeln, die die Stadt dankenswerter Weise aufgestellt hat, sind nur für ein Jahr gemietet. Was passiert danach?“ Vor allem weil die Verkehrsbelastung immer schlimmer werde, bisweilen auch gefährlich sei.