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Der Buxtehuder "Womo-Platz" bleibt, was er ist

Besonders im Sommer bei Toursiten sehr beliebt: der Stellplatz für Wohnmobile an der Este (Foto: tk)
Linke scheitert mit Antrag, dort günstige Wohnungen zu bauen

tk. Buxtehude. Der Buxtehuder Wohnmobilplatz wird nicht für Wohnbebauung verwendet. Das hat der Stadtplanungsausschuss am Dienstagabend mit breiter Mehrheit abgelehnt. Der Antrag, dort in städtischer Regie günstige Wohnungen zu bauen, kam von der Linken. "Wir haben dort die Möglichkeit, Wohnungen für sechs Euro Kaltmiete zu errichten", forderte Linken-Ratsherr Benjamin Koch-Böhnke. Die Wohnmobile sollten dann auf der Freifläche vor Festhalle untergebracht werden.
Die Idee sei grundsätzlich nicht schlecht, fand Astrid Bade (SPD). Allerdings gebe es genug andere Vorhaben, die zuerst auf der Prioritätenliste stünden. "Langfristig könnne wir das in den Fokus nehmen", so Bade.

Arnhild Biesenbach (CDU) nahm das letztendliche Abstimmungsergebnis gleich vorweg: "Dafür gibt es keine Mehrheit." Der Womo"-Platz müsse erhalten bleiben. Das sehen Grüne und AfD genauso.

Benjamin Koch-Böhnke kritisierte, dass Buxtehude viel zu langsam bei der Planung von bezahlbarem Wohnraum sei. "Hamburg ist da effektiver." Michael Nyveld, Erster Stadtrat, erwiderte, dass viele Projekte wie Giselbertstraße und andere mehr auf den Weg gebracht seien. Richtung Koch-Böhnke kritisierte er: "Sie tun so, als ob Sie immer der einzige wären, der sich um bezahlbaren Wohnraum kümmert."
Benjamin Koch-Böhnke, der als Kreistagsabgeordneter in der zurückliegenden Wahlperiode gewöhnt war, dass nur er für seine eigenen Anträge stimmt, setzte dagegen: "Dass die politische Mehrheit in der Vergangenheit geschlafen hat, müssen Sie sich schon anhören." Am Abstimmungsergebnis änderte das nichts: nur Koch-Böhnke stimmte für seinen Antrag.