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Der Kirchweg zwischen Beckdorf und Wiegersen soll saniert werden / Grüne kritisieren die Entscheidung

Karsten Montag (re.) und Stefan Jopp befürchten, dass durch die Sanierung aus dem idyllischen Weg zwischen Beckdorf und Wiegeren eine Rennstrecke für Autos wird (Foto: wd)
wd. Wiegersen/Beckdorf Für rund 710.000 Euro soll der Kirchweg zwischen Beckdorf und Wiegersen saniert und ausgebaut werden. Davon soll die Samtgemeinde 333.000 Euro tragen, der Rest wird aus EU-Fördermitteln bezahlt.
Das hat der Samtgemeinde-Ausschuss, der nicht öffentlich tagt, Mitte Mai mehrheitlich beschlossen. Die Summe wurde bereits in den Haushalt eingestellt. "Über diesen Weg werden landwirtschaftliche Flächen erschlossen", erklärt Samtgemeinde-Bürgermeister Peter Sommer. "Er jedoch so marode, dass wir ihn sanieren müssen. Wenn wir es jetzt in Angriff nehmen, können wir von EU-Fördergeldern profitieren."
Nicht alle Politiker folgen dieser Argumentation: So kritisieren Karsten Montag und Stefan Jopp von den Grünen die Entscheidung aus drei Gründen. Zum einen befürchten sie, dass auf der Strecke, die von vielen Bewohnern aus Wiegersen und Beckdorf als Wander- und Radweg genutzt wird, nach dem Ausbau zur Rennstrecke für Autofahrer wird. Zur Zeit gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern, nach der Sanierung auf 50 Stundenkilometer erhöht wird. "Es stimmt, dass der Weg in Teilbereichen saniert werden muss", gibt Karsten Montag zu. "Aber wir müssen je nicht gleich die gesamte Strecke ausbauen, bevor wir untersucht haben, ob das wirtschaftlich überhaupt notwendig ist."
Zum anderen werde der Haushalt der hoch verschuldeten Samtgemeinde durch die Sanierung um weitere 333.000 Euro belastet. Zu guter Letzt kritisiert Karsten Montag, dass die Öffentlichkeit über das Vorhaben nicht informiert wurde und dass es keinen Ratsbeschluss gibt.