Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Der Masterplan: Seine Stärken sind seine Schwächen

Buxtehude. Die Stärken des touristischen Masterplans für Buxtehude sind gleichzeitig seine Schwächen. Eindeutige Stärke des Konzepts ist der Verzicht auf utopische Vorhaben. Alles, was in dem umfassenden Papier steht, ist machbar. Doch das ist auch der Schwachpunkt: Nur dann, wenn ein Großteil aller Einzelmaßnahmen tatsächlich umgesetzt werden, ist ein Zuwachs an Besuchern wahrscheinlich.

Ob das der Fall sein wird, bezweifele ich. Auf drei bis fünf Jahre ist die Umsetzung angelegt. Das bedeutet, dass fünf Jahre lang jede Einzelmaßnahme aus dem Katalog von der Politik diskutiert wird. Wer die Haushaltsberatungen in Buxtehude kennt, der ahnt: Die Gefahr, dass ein aus dem Masterplan ein Plänchen wird, ist groß.
Schon jetzt - und das passt zum Tourismus-Ziel, Buxtehude als Kulturstadt zu vermarkten - wird von einigen Politkern die komplette Sanierung des Museums abgelehnt. Stattdessen soll das "häppchenweise" geschehen.

Dass der Jugendliteraturpreis "Buxtehuder Bulle und der "Bullevard" als Flaniermeile zum Thema "Bulle", im Msterplan nur eine Randrolle spielen, erstaunt mich. Genauso verhält es sich mit den international bedeutenden Altsachsenfunden aus Immenbeck. Zwei Dinge, die im Marketing-Deutsch als Alleinstellungsmerkmal bezeichnet werden, in Buxtehude aber ein Randdasein fristen. Da geht mehr!

In einem Punkt teile ich den Optimismus der Masterplan-Autoren nicht: der Buxtehuder Hafen wird kein Wassersport-Mekka werden. Daran ändert auch ein anzustrebendes Gütesiegel eines Yacht- und Seglerverbands nichts. An diesem Punkt hätte ich mehr mehr Fantasie gewünscht: Was lässt sich aus dem Hafen sonst noch machen, wenn es doch bei den wenigen maritimen Urlaubern bleibt. Warum kein Beachclub vor der Kulisse historischer Schiffe?

Tom Kreib

Einen Bericht über den Masterplan lesen sie hier