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"Der Trog ist für Buxtehude alternativlos"

bc. Buxtehude. Mit großem Unmut haben die Mitglieder der Buxtehuder Märchengesellschaft auf die mögliche Rücknahme der Klage gegen die Estebrücke (das WOCHENBLATT berichtete) reagiert. Ohne Gegenstimme beschlossen sie auf ihrer Jahreshauptversammlung, den Buxtehuder Stadtrat aufzufordern, sich weiter für die Tunnellösung mit einem sog. Trog einzusetzen und die Klage gegen die Brücke fortzuführen.

Hintergrund: Im Zuge des Baus der A26 setzt der Bund auf eine Flachbrücke über die Este. Dagegen hatte die Stadt Buxtehude mit breiter Unterstützung aus der Politik Klage eingereicht. Weil die Klage jetzt aber den zügigen Weiterbau der Autobahn bedroht, bröckelt die Unterstützung in der Politik. Auch Bürgermeister Jürgen Badur will die Klage zurückziehen, um nicht Schuld an einer teuren Verzögerung zu sein.

Peter Gronemeier, einst Initiator der Märchengesellschaft, bewertet die Lage aus einem anderen Blickwinkel: "Sollten sich durch die Klage tatsächlich Verzögerungen beim Bau der Straße ergeben, so seien diese nach ein paar Jahren vergessen." Eine Brücke sei jedoch ein ständiges Ärgernis, unter dem noch Generationen leiden müssten. Eine großartige Stadtansicht wäre für immer zerstört, so Gronemeier.

Die Märchengesellschaft, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Märchenhafte an Buxtehude zu bewahren und zu pflegen, appelliert an den Rat der Stadt: „Legen sie nicht die Axt an den Markenkern der Stadt. Das, was Buxtehude einmalig in der Welt macht, ist das Märchenhafte und zu diesem Märchenhaften gehört die einmalige, zauberhafte Stadtkulisse." Es habe Generationen gedauert, das Alleinstellungsmerkmal „Märchenstadt Buxtehude“ aufzubauen.

Gronemeier: "Der Rat sollte der Versuchung widerstehen, für ein paar Euros aus Berlin dieses Alleinstellungsmerkmal aufzuweichen." Für Buxtehude sei der Bau eines Trogs unter der Este systemrelevant und alternativlos.