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Dickes Steuerplus für die Jorker Gemeindekasse

Kämmerer Matthias Riel
bc. Jork. Das sind doch mal richtig gute Nachrichten für die Jorker Gemeindekasse. Kämmerer Matthias Riel kann am Ende des Jahres ein Gewerbesteuer-Plus von fast zwei Millionen Euro verzeichnen. Statt der erwarteten 3,2 Mio. Euro für 2016 sind jetzt schon fünf Mio. Euro geflossen.
Im Haushaltsentwurf für 2017, an dem im Rathaus derzeit fleißig gearbeitet wird und der am 18. Januar in der nächsten Finanzausschuss-Sitzung eingebracht werden soll, wird Riel wahrscheinlich knapp vier Millionen Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer eingeplanen.
Eine überaus positive Entwicklung, die die schon jahrelang praktizierte Haushaltskonsolidierung in Jork zusätzlich befeuert. Riel bremst jedoch ein wenig die Euphorie. Nur etwa 50 Prozent der Mehreinnahmen bleiben bei der Gemeinde. Der Rest geht als Umlage an den Landkreis und das Land.
Trotzdem sind die ungeplanten Einnahmen ein Segen für Jork. Mit dem Geld kann die Gemeinde weiter den Kassenbestand stärken, um künftig Liquiditätskredite möglichst zu vermeiden - sprich um nicht mehr das Gemeindekonto überziehen zu müssen. Riel: „Seit Anfang November haben wir keine Liquiditätskredite mehr gebraucht.“
Das war früher anders. Teilweise musste Jork durchgehend mit kurzfristigen Kassenkrediten („kommunaler Dispo“) arbeiten, weil kein Geld da war, um beispielsweise die Umlage an den Landkreis, die eigenen Mitarbeiter oder sogar die Stromkosten im Rathaus fristgerecht zu bezahlen.
2013 war z.B. so ein schlechtes Jahr, als Jork einen kräftigen Gewerbesteuer-Einbruch verkraften musste. Jetzt ist die Gemeinde wieder liquide - auch wegen sogenannter Einmaleffekte. Was sind das?
Beispiel Schifffahrtsbetriebe: Jeder Frachter wird im Prinzip als eigenes Unternehmen geführt. Verkauft jetzt so ein Jorker Unternehmen sein Schiff, fällt von dem Erlös aufgrund der Besteuerung auch was für die Gemeinde ab.
Gleichzeitig warnen Kämmerer bei Einmaleffekten in Euphorie auszubrechen. Ist das Schiff nämlitch erst einmal verkauft, kann es auch keine Gewinne mehr einfahren. Dann könnte es - langfristig betrachtet - sogar teurer für die Gemeinde werden.