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Die Buxtehuder Verwaltung unter der Lupe?

Beim Personalhaushalt geht es nicht um Cent-Beträge. Es ist ein stetig wachsender Posten im Haushalt
Antrag der Grünen auf Strukturanalyse der Stadtverwaltung / Personalplanung muss nachhaltig sein

tk. Buxtehude. "Antrag auf Organisationsuntersuchung der Hansestadt Buxtehude" heißt der Antrag der Grünen. Das hört sich harmlos an, birgt in sich aber Sprengstoff. Die Fraktion möchte die gesamte Stadtverwaltung von Experten durchleuchten lassen. Funktionieren Strukturen? Wie effektiv und wirtschaftlich werden Aufgaben erledigt? Wie beurteilt ein Fachmann von außen Führungsstrukturen sowie die Aufgabenverteilung? "Es geht darum, Abläufe zu optimieren", sagt Florian Bremer-Gast, der den Antrag für seine Fraktion formuliert hat.



Die Personalkosten sind etwa für 2015 mit geplanten Ausgaben von 24,39 Millionen Euro der größte Brocken im städtischen Etat. Bis 2018 sollen die Personalausgaben auf 26,8 Millionen Euro steigen. Die Grünen haben nachgerechnet: 2008 betrug das Personalbudget der Stadt 18,71 Millionen Euro. Mit der Summe von 2014 ist das ein Anstieg um 51,8 Prozent. Das könne nicht nur mit Lohn- und Tariferhöhungen und den Personalkosten für die neue Offene Ganztagsschule (OGS) erklärt werden, so die Grünen.

"Es geht nicht um pauschale Urteile oder Verwaltungsschelte", sagt Bremer-Gast. Nachhaltig und ökonomisch müsse die Bedarfsplanung an Verwaltungspersonal sein. Daher sei es wichtig zu analysieren, wer an welcher Stelle welche Aufgaben erledigt. "Wo kann man etwas verschlanken, wo muss vielleicht mehr Personal eingesetzt werden?" Dabei wollen die Grünen im Blick behalten, welche Aufgaben die Stadt erledigen muss und was freiwillige Leistungen der Verwaltung sind.

Dass es in diesem Fall ein externer Gutachter sein muss, steht für die Grünen - sonst Kritiker der Vergabe von Aufgaben nach außen - unabdingbar fest. "Kollege A kann nicht über Kollege B urteilen", sagt Florian Bremer-Gast.
Konkret sollen jetzt im zuständigen Fachausschuss mehrere Anbieter ihr Analysekonzept vorstellen. Wer den Zuschlag bekommt, soll seine Ergebnisse zügig vorlegen, sodass sie in die Beratungen für den Stellenplan im kommenden Jahr einfließen können. Für die Dauer der Untersuchung soll es eine Stellenbesetzungssperre geben.