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Diese Idylle trügt: Bürger machen gegen A26-Brücke mobil

Ist die Idylle bald passé? An dieser Stelle soll die A26 die Este mit einer flachen Brücke queren

tk. Buxtehude. Jetzt machen die Bürger mobil: Die Diskussion um die Rücknahme der Buxtehuder Klage gegen die A26 wird heftiger. Am Montag, 11. März, findet vor der Ratssitzung zu diesem Thema eine Demonstration statt. "Wir haben noch Chancen, den Bau der Brücke abzuwenden", ist das Motto.

Hintergrund des Streits, über den das WOCHENBLATT mehrfach berichtet hat: Die Stadt hat vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Celle gegen das Planfeststellungsverfahren geklagt, das eine Flachbrücke als A26 Querung über die Este vorsieht. Jetzt muss während der Ratssitzung am kommenden Montag entschieden werden: Wird die Klage zurückgezogen oder nicht? Theoretisch möglich: Das OVG hebt den Planfeststellungsbeschluss auf und der zweite A26-Abschnitt muss neu geplant werden. Ob am Ende der von vielen Buxtehudern gewünschte Trog statt der Brücke steht, ist aber ungewiss.
Eine Gruppe von Menschen aus Buxtehude und Umgebung plant den Protest: Die Brücke zerstöre das Stadtbild und die maritimen Möglichkeiten der Este würden beeinträchtigt. Die Demo-Organisatoren wissen genau: Im Rat herrscht Uneinigkeit, wie es mit der Klage weitergehen soll. Die CDU will sie zurücknehmen, FDP und Grüne nicht und Teile der SPD sind ebenfalls fürs Aufrechterhalten.
"Das ist unsere letzte Möglichkeit zu zeigen, dass wir die Brücke nicht wollen", so die Organisatoren der Demo. Wenn die Klage fallengelassen wird, werde die ungeliebte Brücke garantiert gebaut. Wird weiter geklagt, besteht immerhin die Möglichkeit, dass der Trog doch noch kommt.
Aber: Die Gruppe derer, die die Klage zurückziehen will, ist ebenfalls von ihren Argumenten überzeugt: Ein neues Planverfahren garantiere nicht den Trog. Außerdem wird der Bau der A26 um Jahre verzögert. Es wird ein neues Verfahren aufgerollt, gegen dessen Ergebnis wiederum geklagt werden kann.
Einen weiteren Aspekt bringt Ovelgönnes Ex-Ortsvorsteher Hans-Heinrich Hadler (CDU) ins Gespräch: Die Bürger in Ovelgönne und Neukloster warten sehnsüchtig auf die Autobahn, weil sie durch den B73-Verkehr seit Jahrzehnten genervt werden.
• Die Sitzung am Montag, 11. März, um 19 Uhr im Stadthaus wird turbulent. Die Demo beginnt um 18 Uhr am Rathaus und führt zum Stadthaus.

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