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Ein Buxtehuder Vorzeigeprojekt fürs Wohnen entwickeln

Heute noch grüne Wiese, bald ein Vorzeige-Baugebiet: Die Flächen an der Giselbertstraße

tk. Buxtehude. Die grünen Wiesen am Stadtrand an der Giselbertstraße sind auf lange Sicht die größte Fläche, die Buxtehude fürs Wohnen entwickeln wird. Auch wenn der Druck, vor allem Mietwohnungen zu schaffen, groß ist: "Qualität ist wichtiger als Zeit", sagt Bürgermeisterin Katja-Oldenburg-Schmidt. Trödeln will sie allerdings auch nicht. "Der Zeitpunkt zum Nachdenken ist jetzt." Es geht immerhin um eine Fläche von 9,5 Hektar

Der Bürgermeisterin reicht es nicht, einen Bebauungsplan aufzustellen der regelt, wo Ein- und Mehrfamilienhäuser hinkommen und wo vielleicht ein Spielplatz liegt. Die Zeit der Konzentration auf Einzel- oder Reihenhäuser sei vorbei. "Wir müssen Antworten auf die Frage finden, wie Menschen in Zukunft wohnen wollen", so Oldenburg-Schmidt. Das Baugebiet an der Giselbertstraße könne dabei ein Buxtehuder Modellprojekt werden. Generationenübergreifend, nicht nur eine Schlafsiedlung, sondern ein Ort zum Leben müsse entstehen.

Und das Ganze auch noch so, dass am Ende modernes sowie ressourcensparendes Bauen und Wohnen herauskommt. Was dieses ehrgeizige Vorhaben nicht einfacher macht: Die Mieten in Buxtehude steigen kontinuierlich. Das Bauland, besonders für mehrgeschossigen Wohnungsbau, ist knapp und teuer. "Bezahlbares Wohnen ist ein Aspekt, der an der Giselbertstraße berücksichtigt werden muss", sagt Oldenburg-Schmidt.

In der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt ist die Giselbertstraße bereits berücksichtigt. Schon heute aber könne über die Grundzüge der Planung diskutiert werden: Sollte es im Vorfeld einen Architektenwettbewerb geben, wie können Bauträger und Baugenossenschaften mit ins Boot geholt werden? "Über diese Dinge nicht nachzudenken, wäre eine verpasste Chance", sagt Katja Oldenburg-Schmidt.

Was die konkrete Planung derzeit noch bremst: Das Land ermittelt niedersachsenweit die Überflutungsflächen, die bei Hochwasser mit Sicherheit volllaufen werden. Weil es an der Este in Buxtehude zwar Planungen, aber noch keinen Hochwasserschutz gibt, könnte das Land die Wiesen am Stadtrand als offizielle Überflutungsflächen festschreiben. Damit wäre Bauen dort nicht möglich. Stadtbaurat Michael Nyveld ist aber optimistisch, dass es dazu nicht kommen wird. Er erwartet konkrete Ergebnisse des Landes zu den Überflutungsflächen innerhalb der nächsten drei Monate.

Vom schlimmsten Fall, dass dort gar nicht gebaut werden kann, geht Nyveld nicht aus.
Neben den konzeptionellen Grundzügen könne auch jetzt schon über Fragen des Lärmschutzes - die Bahnlinie verläuft in der Nähe - und Fragen der Erschließung nachgedacht werden. Die Diskussion wird im kommenden Jahr beginnen.