Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Ein Golfplatz für Hahnöfersand?

Die Elbinsel steht teilweise unter Naturschutz Schlagwörter: (Foto: Martin Elsen)
bc. Jork. Die mögliche Schließung der Justizvollzugsanstalt auf der Elbinsel Hahnöfersand (das WOCHENBLATT berichtete) beschäftigt jetzt auch den Bürgerverein Jork (BVJ). In der nächsten Sitzung des Finanz- und Personalausschusses am 9. August soll die Verwaltung auf Antrag des BVJ einen Status-Quo-Bericht abgeben.
„Aus Sicht der Gemeinde Jork sollte insbesondere vor dem Hintergrund von öffentlicher Ordnung und Sicherheit ein Zustand vermieden werden, dass sich Hahnöfersand selbst überlassen wird“, heißt es in dem von BVJ-Fraktionsvorsitzenden Partho Banerjea unterzeichneten Antrag. Der BVJ erwarte, dass die Gemeinde Jork aktiv in die Überlegungen der Stadt Hamburg eingebunden werde - zumal die Insel auf Jorker Gemeindegebiet liegt, vertraglich aber seit Langem zu Hamburg gehört. Dabei sei wichtig, dass die Gemeinde mit konkreten Vorstellungen in diese Gespräche gehe, wie Hahnöfersand zukünftig genutzt werden soll.
Für den BVJ kommt als Nachnutzung ein Hotelbetrieb mit Tagungszentrum in Betracht. Es sei auch vorstellbar, dass Freizeitangebote wie Golfen (z.B. 9-Lochplatz) geprüft werden könnten. Vorteilhaft wäre auch eine Ausrichtung auf Fahrradtouristen.
Für die Sitzung des Finanzausschusses soll die Verwaltung zunächst einmal klären, wie viele Menschen aus Jork derzeit in der JVA arbeiten? Weiter will der BVJ im Bauausschuss am 25. August wissen, wie der Flächennutzungsplan für Hahnöfersand aussieht, welche Vorgaben aus dem Bebauungsplan resultieren und inwiefern der Naturschutz mögliche Planungen einschränkt. Anhand der neuen Erkenntnisse will der BVJ im Tourismusausschuss am 27. September über konkrete Nachnutzungen auf Hahnöfersand diskutieren.
Bei allem Eifer bleibt aber nicht zu vergessen, dass die endgültige Entscheidung Hamburgs, das Gefängnis zu schließen, überhaupt noch nicht feststeht.