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"Entschuldigung, wenn ich manchen auf die Füße getreten bin"

Das ist Vergangenheit (vl.): Christoph Frenzel, Iris Wolf, Peter Schmidt und Robert Kamprad als Vorstands-Team

tk. Buxtehude. Die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen und kaufmännischen Sachverstand stärker in den Vorstand holen. Das hat Peter Schmidt den Mitgliedern des Altstadtvereins mit auf den Weg gegeben. Er wird im kommenden Frühjahr nicht mehr für den Vorsitz der Interessenvertretung der Kaufmannschaft kandidieren (das WOCHENBLATT berichtete). Weil Iris Wolf ihren Vorstandsposten bereits vor einigen Monaten aufgegeben hat, ist die spannende Frage: Quo vadis Altstadtverein?

Im Frühjahr stehen Neuwahlen an. Die Vorstandsmitglieder Robert Kamprad und Christoph Frenzel haben noch eine Wahlperiode vor sich. Doch wer füllt die leeren Plätze? Jeder, der Mitglied in einem Verein ist, kennt das Problem: Wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen - und jede Menge zeitintensive, ehrenamtliche Arbeit zu leisten - gehen viele Zeitgenossen auf Tauschstation.

Hinzu kommt: Wer an der Spitze des Altstadtvereins steht, bezieht mitunter Prügel. Vor allem dann, wenn er oder sie offensiv nach vorne geht. Es gibt und gab in der Vergangenheit genug Themen, die kontrovers diskutiert wurden. Vom Desaster der ersten Rathausquartierplanung bis jüngst zur entrüsteten Debatte um eine mögliche Umgestaltung des Petri-Platzes.

Peter Schmidt hat es während der jüngsten Mitgliederversammlung diplomatisch ausgedrückt: "Wenn ich jemandem zu doll auf die Füße getreten bin, bitte ich um Entschuldigung." Er fügte hinzu: Alles, was er in den zehn Jahren Vorstandsarbeit, davon sechs als Vorsitzender, geleistet habe, sollte dem Wohl der Stadt dienen. Mit einem Augenzwinkern verabschiedet er sich aus dem Leitungsteam: "Ich will nicht als alternder Streithansel durch Buxtehude laufen."


EIN KOMMENTAR:

Anecken gehört manchmal dazu!

"Ich bin in den vergangenen Jahren das ein oder andere Mal angeeckt", hat Peter Schmidt während der Mitgliederversammlung des Altstadtvereins gesagt. Genau das ist mitunter auch sein Job gewesen. Genau das muss ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin bisweilen auch tun. Diplomatie ist in aller Regel schön und gut, aber manchmal ist es einfach notwendig, offensiv nach vorne zu gehen. Sonst bewegt sich nichts oder bestenfalls im Schneckentempo. Manchmal, und das hat nichts mit dem Altstadtverein zu tun, wäre weniger der ganz speziellen "Buxtehuder Empfindlichkeit" wichtig. Wenn das Ziel gut und letztendlich ein gemeinsames ist, muss nicht jeder als Erster dazu gefragt werden.

Tom Kreib