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Fröbelschule darf weitermachen: "Eine Wahlfreiheit für Eltern ist gut"

Die Fröbelschule in Stade galt als Auslaufmodell. Jetzt darf sie bis (mindestens) 2028 weitermachen (Foto: archiv)
Inklusion in der Regelschule oder Besuch einer Förderschule? Fröbelschule in Stade bleibt noch zehn Jahre bestehen

bc. Stade. Eigentlich wäre die Friedrich-Fröbel-Schule in Stade in spätestens vier Jahren Geschichte gewesen. Jetzt gibt es für die "Förderschule Lernen" die Verlängerung. Der Kreis-Schulausschuss hat mit breiter Mehrheit empfohlen, die Fröbelschule bis zum Schuljahr 2027/28 weiterzuführen. Der nicht-öffentlich tagende Kreisausschuss hat am Montag die Empfehlung bestätigt. Jetzt soll ein entsprechender Antrag gestellt werden, die Landesschulbehörde muss dem noch zustimmen.
Für Schulleiterin Kerstin Klindworth sind das positive Nachrichten: "Es ist gut, wenn die Eltern eine Wahlfreiheit haben, ob sie ihr Kind auf eine Regel- oder eine Förderschule schicken wollen. Die Eltern müssen wissen, was das Beste für ihr Kind ist."
Wie berichtet, hat die SPD/CDU-geführte Regierung in Hannover genau diese Möglichkeit neu geschaffen, da die Inklusion doch einige Probleme verursacht hat - nicht zuletzt weil (noch) das nötige Personal fehlt. Die Integration von Kindern und Jugendlichen mit erhöhtem Förderbedarf drohte an den Regelschulen zu scheitern. Daher die Entscheidung für die verlängerte Übergangsfrist bis 2028.
Klindworth: "Inklusion ist für viele Kinder das richtige. Aber nicht für alle." Schon jetzt lägen ihr die ersten Initiativbewerbungen neuer Fünftklässler vor. "Die Nachfrage ist da", weiß Klindworth. Derzeit werden an der Fröbelschule noch ca. 60 Kinder unterrichtet in zwei sechsten Klassen, einer kombinierten siebten und achten Klasse sowie jeweils einer neunten und zehnten Klasse. Zu Hochzeiten gingen mehr als 200 Schüler auf die Fröbelschule.
• Auch die Balthasar-Leander-Schule in Harsefeld soll fortgeführt werden. Allerdings nur, wenn ausreichend Schüler zusammenkommen.