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Gefängnis auf Hahnöfersand für G20-Gipfel aufgerüstet

Die Außenzäune wurden mit Nato-Draht verstärkt (Foto: Martin Elsen)
bc. Jork. Hunderttausende Demonstranten werden zum G20-Gipfel kommen, wenn sich am 7. und 8. Juli die mächtigsten Regierungschefs der Welt in Hamburg treffen. Die Behörden rechnen dann auch mit mehreren tausend potenziell gewalttätigen Protestlern. Um auf diese vorbereitet zu sein, hat die Hamburger Justizbehörde die alte Haftanstalt für Frauen auf der Elbinsel Hahnöfersand, die im Bereich der Gemeinde Jork liegt, umbauen lassen. Die Arbeiten sind jetzt abgeschlossen.
Die Außenzäune wurden für rund 84.000 Euro mit Natodraht verstärkt. Zudem wurde die Ausstattung durch Möbel, Feuerlöscher und Ersatzteile ergänzt, die seinerzeit mit nach Billwerder umgezogen sind. Dafür entstanden noch einmal Kosten in Höhe von ca. 21.000 Euro.
Während des G20-Gipfels soll die JVA Hahnöfersand als zusätzliche Untersuchungshaftanstalt mit 100 Plätzen genutzt werden, weil die zur Verfügung stehenden Zellen an der Holstenglacis in Hamburg nicht ausreichen werden, da dort Sanierungsarbeiten anstehen. Zum Hintergrund: Hahnöfersand liegt auf niedersächsischem Hoheitsgebiet, gehört aber Hamburg. Über die Nachnutzung von Hahnöfersand, wo derzeit auch noch straffällig gewordene Jugendliche untergebracht sind, gibt es unterdessen keine neuen Erkenntnisse.
Wie berichtet, prüfen Hamburg und Schleswig-Holstein Kooperationsmöglichkeiten beim Strafvollzug.