Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Gemeisam gegen Ämter-Willkür

Der Vorstand (v. li.).: Schriftführerin Anna-Luise Wiedemann, Vorsitzender Roland Breuer und Kassenwartin Beata Petrat (Foto: "Kontraplatt")

Verein "Kontraplatt" gegründet / Initiator Roland Breuer (61) ist Vorsitzender


tp. Buxtehude. Nur wenige Menschen mit schwerem Handicap bekommen das Recht, ihr Auto auf einen Behindertenparkplatz abstellen zu dürfen und sehen sich der Behördenwillkür machtlos ausgesetzt. Nach kritischen WOCHENBLATT-Berichten zum Kampf um Behindertenparkplätze beschloss Roland Breuer (61) aus Buxtehude: "Ich rufe eine Bürgerbewegung ins Leben". Am Mittwoch, 20. März, gründete er den nach dem Motto "Lasst Euch nicht platt machen" benannten Verein "Kontraplatt".
An der Gründungsversammlung in der Buxtehuder Gaststätte "Hoheluft" nahmen 15 Interessierte teil und wählten den Vorstand. Vereinschef ist Initiator Roland Breuer. Der juristisch ausgebildete Versicherungsfachwirt und freie Journalist will mit seinen Mitstreitern künftig Rat-Suchende beispielsweise bei Streitigkeiten um Berechtigungsausweise für Behindertenparkplätze unterstützen oder Klienten bei Konflikten mit ihren Betreuern zur Seite stehen.
Schriftführerin ist Anna-Luise Wiedemann (73), vielen Bürgern im Landkreis Stade aus der Vorstandsarbeit im Kreis-Chorverband und als Vorstand der Ver.di-Senioren sowie als Mitbegründerin des Deutsch-Ausländischen Frauentreffs "Willkommen" bekannt. Kassenwartin ist die Dozentin und Dolmetscherin Beata Petrat (49), die auch als "Benimm-Coach" und Nachhilfelehrerin arbeitet. Sie war von Breuer als Vorstandsmitglied mit Migrationshintergrund vorgeschlagen worden. Petrat kam vor 25 Jahren aus Polen nach Deutschland. Breuers Ehefrau Dörte (65) engagiert sich im Verein für die Mitgliederbetreuung.
Auf der Internetseite des Vereins, www.kontraplatt.de, hat Breuer eine "Bildergalerie des Unrechts" eingerichtet. Anhand der Fotos will er "nachweisen, dass die Politik und der Amtsschimmel täglich sehend am Unrecht und der Unmenschlichkeit vorbei gehen". Breuer sagt: „Wir beobachten, dass die Verantwortlichen ihren Ermessensspielraum am untersten Ende der Menschlichkeit ansetzen, als müssten sie etwas Persönliches verschenken.”
Auf der Webseite gibt es ein moderiertes Gästebuch, auf der jedermann - auch anonym - Probleme mit Ämtern melden kann.
• Mitgliedsbeitrag: 25 Euro pro Jahr
• Kontakt: Tel. 04161 - 559412 .