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Grüne und FDP in Jork wollen für Gebiet in Wisch eine Veränderungssperre

FDP-Ratsherr Peter Rolker
bc. Jork. Größere Bauvorhaben genießen in der Gemeinde Jork derzeit einen schlechten Ruf. Erst die „Schulenburg“-Wohnhäuser in Königreich, für die der Abriss bereits begonnen hat (das WOCHENBLATT berichtete), jetzt eine Bauvoranfrage für insgesamt 13 neue Wohnungen auf einer denkmalgeschützten, aber maroden Hofstelle in Wisch: Ein gemeinsamer Dringlichkeitsantrag der Grünen und von FDP-Ratsherr Peter Rolker zielt darauf ab, eine Veränderungssperre für das Gebiet zu erlassen und die Aufstellung eines qualifizierten Bebauungsplans vorzubereiten. „Damit soll eine ähnliche Fehlentwicklung wie in Königreich verhindert werden“, heißt es in dem Antrag.
Entsprechend soll die Bauvoranfrage des Investors seitens der Gemeinde negativ beschieden werden. Der Jorker Rat könne bei dem Projekt zeigen, dass er sich der berichtigten Anliegen und Sorgen der Bürger in Wisch annimmt - auch im Hinblick auf die geplante Autofähre in Wisch und die dafür notwendigen Parkplatzflächen hinter dem Deich.
„Jetzt besteht noch die Möglichkeit, eine vernünftige und zukunftsweisende Planung für den Ortsteil vorzunehmen“, so Grünen-Fraktionsvorsitzender Harm Paul Schorpp und Peter Rolker. Zum Hintergrund: Über die Bauvoranfrage entscheidet allerdings der Landkreis als Genehmigungsbehörde, die Gemeinde kann nur eine Stellungnahme abgeben.
Die CDU, ab November mit neun Sitzen künftig vor dem Bürgerverein (mit acht Sitzen) die stärkste Fraktion im Gemeinderat, sieht das Thema Wisch ein wenig anders. Fraktionschef Michael Eble: „Wir denken schon, dass sich das geplante Gebäude in die Umgebung einfügt. Es soll nicht größer werden, als das, was schon da ist und zudem wird das Denkmal erhalten.“
Über den Antrag wird am Donnerstag, 22. September, im Bauausschuss der Gemeinde diskutiert. Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 19.15 in der Cafeteria des Schulzentrums.