Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Hochwasserschutz: Die Este wird ganzheitlich

tk. Buxtehude. Das Timing war perfekt: 30 Minuten nachdem Landrat Michael Roesberg die Ergebnisse des Gesprächs mit vielen Behördenvertreter über den Hochwasserschutz an der Este beendet hatte, setzen sintflutartige Regenfälle ein. Viele Stra0en in Buxtehude standen unter Wasser. Genau darum geht es: Wenn ein heftiger Starkregen und gleichzeitig eine Sturmflut mit auftreten, können die Este-Anrainer nur geschützt werden, wenn der Fluss und der Hochwasserschutz ganzheitlich betrachtet werden.

"Dabei sind wir einen guten Schritt vorangekommen", sagte Roesberg. Das Land Niedersachsen stellt detaillierte Unterlagen zum Hochwasserschutz zur Verfügung. Das ist eine Grundlage, um am Ende zu einem sinnvollen Hochwasserrisiko-Management zu kommen.

Eine weitere Hürde wurde auch beseitigt: Bei der Betrachtung von Hochwasserrisken gehen Niedersachsen und Hamburg bezogen auf die Este jetzt von gleichen Grundannahmen bei den Risiko-Berechnungen aus. Das sind: Ein 36 Stunden lang geschlossenes Sperrwerk in Cranz und gleichzeitig ein Hochwasser durch Starkregen, wie es statistisch nur alle fünf Jahre vorkommt.
Auf dieser Basis wird die Stadt Buxtehude ihre Unterlagen zum
Planfeststellungsverfahren für den innerstädtischen Deichbau ergänzen.

Damit werde sich auch die Frage beantworten, wo es längs der Este Probleme geben könnte, so Roesberg. Den Interessen von mehreren Bürgerinitiativen (BIs), die im Vorfeld der Buxtehuder Deichbau-Pläne ihre Sorgen geäußert hatten, werde damit Rechnung getragen, so der Landrat. Die BIs will Roesberg in den kommenden Tagen über die Gespräche mit den verschiedenen Behörden informieren.