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Info-Veranstaltung in Jork: Neues vom Hochwasserschutz

Deichrichter Gerd Lefers
bc. Jork-Moorende. Was gibt es neues in Sachen Hochwasserschutz, was haben die Bürgerinitiativen bereits erreicht? Darum geht es bei einer Informationsveranstaltung, zu der die Interessengemeinschaft (IG) Este und die Deichbürger 13 am Montag, 9. Oktober, um 20 Uhr in die Obstbauversuchsanstalt (Jork-Moorende 53) einladen. Mit dabei sind u.a. die CDU-Landtagsabgeordneten Helmut Dammann-Tamke und Kai Seefried, dazu Vertreter der Gemeinde Jork und der Samtgemeinde Lühe sowie des Wasserverbandstages und der Deichverbände 1. und 2. Meile.
Dammann-Tamke und Seefried werden aus erster Hand über den Ministerial-Erlass berichten, der künftig den Hochwasserschutz im Alten Land und die vorhandene Bebauung auf den Deichen rechtsverbindlich regelt. „Unser Urteil über den Erlass fällt durchaus zustimmend aus“, sagt IG-Sprecher Rainer Podbielski.
Darüber hinaus wird der Deichverband über den Hochwasserschutz an der Lühe informieren. Podbielski: „Der hat für uns Vorbildcharakter.“ Wie berichtet, steht dort ein Hochwasserschutzverband kurz vor der Gründung. „Deswegen ist es insbesondere interessant, wie es mit der Estepartnerschaft weitergehen soll“, so Podbielski.
Die IG Este sei nicht damit einverstanden, dass dieses Projekt – wenn überhaupt – nur im Bummelzugtempo weitergehe und dass sich Einzelgemeinden raushalten wollen.
Auch das Thema Schließordnung des Este-Sperrwerks könnte für Diskussionen sorgen. Wie berichtet, erhielt die Landkreis-Verwaltung im Umweltausschuss auf Initiative der AfD, deren Antrag von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) erweitert wurde, mehrheitlich den Auftrag, mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) und dem Wasser- und Schifffahrtsamt Hamburg (WSA) die Schließzeiten des Sperrwerks so zu verhandeln, dass der maximale Pegel auf 7,10 Meter bezogen auf Pegelnull begrenzt wird. So könnte das Problem der hohen Wasserstände auf vielen Grundstücken an der Este eingedämmt werden.
Mit dem Verhandlungsergebnis ist Deichrichter Gerd Lefers aus Jork allerdings nicht einverstanden. „Eine Katastrophe“, so Lefers. Nach Gesprächen mit dem NLWKN und dem WSA konnte der Landkreis keine Lösung im Sinne der Kreis-Politik erzielen. Das WSA argumentiert u.a., dass eine Reduzierung der Schließpegelhöhen am inneren Este-Sperrwerk den verfügbaren Flutraum der Elbe verringern würde. Darüber hinaus wäre die Schifffahrt auf der Este von häufigeren Schließungen betroffen.
Das NLWKN vertritt die Meinung, dass für die gewünschte Änderung der Betriebsordnung eine aufwendige Änderung des Planfeststellungsbeschlusses für den Bau des Sperrwerks erforderlich sei. Nicht nur deshalb tendiert die Kreisverwaltung dahin, dass nicht die Schließzeiten geändert werden sollten, sondern die Anwohner selbst geeignete Maßnahmen gegen die hohen Wasserstände unternehmen sollten.