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Interview mit Katja Oldenburg-Schmidt: "Wir reden über erfreuliche Zahlen"

Katja oldenburg-Schmidt (Foto: tk)

tk. Buxtehude. Von den Finanzen der Stadt über anstehende Projekte bis hin zu mehr Bürgerbeteiligung reichten die Themen, über die WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Tom Kreib mit Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt im Sommerinterview gesprochen hat. Und auch in diesem Jahr gibt es auf die traditionelle Schlussfrage, ob sie noch einmal antreten werde, eine Antwort, die viele Möglichkeiten offen lässt.



WOCHENBLATT: Buxtehude stand in den vergangenen Jahren finanziell gut da. Wie sieht es aktuell vor Beginn der Haushaltsberatungen aus?
Katja Oldenburg-Schmidt: "Auch in diesem Jahr reden wir über erfreuliche Zahlen. Es sieht gut aus und es gibt Spielräume, sodass wir auch weiterhin im investiven Bereich viel bewirken können."

WOCHENBLATT: Müsste die Stadt dank sprudelnder Steuereinnahmen nicht stärker ihre Schulden abbauen?

Oldenburg-Schmidt: "Das machen wir auch. Wir reduzieren die Schulden pro Jahr um rund 1,5 Millionen Euro. Im Landesvergleich ist die Pro-Kopf-Verschuldung in Buxtehude von knapp 700 Euro ein Spitzenergebnis. Wir müssen jedoch immer die Balance zwischen Schuldenabbau und Investitionen in unsere Infrastruktur wahren. Das ist uns in den vergangenen Jahren sehr gut gelungen. Es gibt Spielraum, sodass wir auch weiterhin im investiven Bereich viel bewirken können."

WOCHENBLATT: Welches Projekt wollen Sie definitiv im Sommer 2018 erledigt haben?
Oldenburg-Schmidt: "Dieses eine Vorhaben gibt es nicht, denn wir arbeiten zurzeit an mehreren großen Projekten wie die Museums-Sanierung, die Einführung von G9 an den Gymnasien mit den dafür notwendigen baulichen Veränderungen, die Sanierung der Halle Nord, das Vereinssportzentrum mit dem BSV, das Baugebiet Giselbertstraße - all das sind Großprojekte, mit denen wir nicht im kommenden Jahr fertig sind. Aber alle Vorhaben sind auf einem guten Weg."
WOCHENBLATT: Wann haben die Bundesligahandballerinnen vom BSV endlich eine vernünftige Halle?
Oldenburg-Schmidt: "Dass die Sanierung kommt, steht fest. Ich denke, dass die Arbeiten Ende 2019 beginnen können und der BSV in der Saison 2020 in einer runderneuerten Halle spielt."

WOCHENBLATT: "Es gibt viele große Konzept. Etwa der touristische Masterplan, das Radfahrkonzept oder die Sportentwicklungsplanung. Ich habe den Eindruck, dass es mit der praktischen Umsetzung nur langsam vorangeht.
Oldenburg-Schmidt: "Das sehe ich anders. Wir werden im nächsten Halbjahr konkrete Maßnahmen im Bereich Tourismus planen. Genauso in der Sportentwicklung, bei der es um die Umsetzung der Prioritäten wie Hallenbelegung oder neuer Kunstrasenplatz geht. Da sind wir dran. Nach den Ferien bekommt die Politik den aktuellen Sachstand. Was aber nicht vergessen werden darf: Alles muss auch finanziert werden können. Beim Radfahrkonzept hätte ich mir schnellere Beschlüsse gewünscht. Hier hat die Politik allerdings noch Beratungsbedarf"."

WOCHENBLATT: Wer das politische Buxtehude betrachtet, hat manchmal den Eindruck, die Stadt wird von der Bürgermeisterin gemeinsam mit den beiden Fraktionsvorsitzenden Astrid Bade (SPD) und Arnhild Biesenbach (CDU) im Frauenpower-Trio regiert. Stimmen Sie zu?
Oldenburg-Schmidt: "Eine gute Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Fraktionen ist wichtig und Alltagsgeschäft. Dass es sich um zwei Fraktionsvorsitzende handelt, ist Zufall. Aber ich habe nichts gegen 'Frauenpower'."

WOCHENBLATT: Sie haben im Wahlkampf mehr Bürgernähe, mehr Mitbestimmung und mehr Transparenz versprochen. Geht da noch mehr?
Oldenburg-Schmidt: "Da geht bestimmt noch mehr. Wir sollten in der Verwaltung noch deutlicher kommunizieren, was wir machen und warum. Wobei die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger beim Baugebiet Giselbertstraße beispielhaft gut war. In die Verantwortung möchte ich dabei auch die Politik nehmen, damit bei den Menschen nicht Hoffnungen nach Beteiligung geweckt werden, wo diese z.B. aus Rechtsgründen nicht erfüllbar ist. Ich erlebe unsere Arbeit - auch die der Kolleginnen und Kollegen - als zunehmend offen und serviceorientiert. Darüber freue ich mich sehr, denn schließlich arbeiten wir für diese Stadt und ihre Menschen."

WOCHENBLATT: Die traditionelle Schlussfrage im Sommerinterview: Treten Sie 2021 noch einmal als Kandidatin zur Bürgermeisterwahl an?
Oldenburg-Schmidt: "Meine Aufgabe ist erfüllend und macht mir sehr viel Spaß. Wenn ich Dinge gerne tue, kann ich sie in Zukunft weiter mit Freude machen."