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Investoren sollen zwei neue Kitas bauen

Group of kids and teacher in kindergarten play active game going though hoops (Foto: Fotolia_Sergey_Novikov)
mi. Neu Wulmstorf. Die Gemeinde Neu Wulmstorf baut ihre Kinderbetreuung aus: Zwei neue Kindertagesstätten mit insgesamt drei Krippen- und zwei Elementargruppen sollen entstehen. Das Besondere: Die Baumaßnahme erfolgt nicht durch die Kommune, sondern durch private Investoren, die auch die Neubaugebiete erschließen und vermarkten.
Neu Wulmstorf wächst schnell: Allein durch die neuen Baugebiete „Lessingstraße“ und „Nördlich des Bahnhof“ rechnet die Verwaltung mit einem Bevölkerungszuwachs von rund 1.900 Bürgern bis zum Jahr 2019. Dazu kommen durch Wohnungsbau in den Peripherie-Orten wie Elstorf und Rade weitere 1.300 Personen. Damit wird es eng in den vorhandenen Kitas. Deswegen will Neu Wulms-
torf jetzt zusätzliche Kapazitäten schaffen. Das hat der Gemeinderat kürzlich einstimmig beschlossen.
Geplant ist, dass in den Wohngebieten nördlich des Bahnhofs und in der Lessingstraße neue Kitas entstehen. Bauherr ist allerdings nicht die Gemeinde: Die jeweiligen Investoren, die die Baugebiete entwickeln, haben sich bereit erklärt, die Kindertagesstätten zu errichten und sie dann an die Gemeinde Neu Wulmstorf zu vermieten. Der Rat ermächtigte Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig, die Mietverhandlungen aufzunehmen.
„Für die Gemeinde ist es äußerst attraktiv, die Immobilien nur zu mieten. Wenn die Kinderzahl zurückgeht, müssen wir uns keine Gedanken um eine Nachnutzung der Gebäude machen“, so der Bürgermeister. Generalkritik äußerte allerdings Ratsherr Malte Kanebley (CDU). Er warf die Frage auf, ob es bei der Kinderbetreuung der Weisheit letzter Schluss sei, immer nur neue Kitas zu bauen, oder ob man nicht generell einmal die Fragen stellen sollte: Wie will die Gesellschaft und wie wollen Eltern, dass ihre Kinder betreut werden? Und welche innovativen Konzepte gibt es jenseits der Kita?
Auch für die Hortbetreuung beschloss der Rat eine Verbesserung. Die Schülerbetreuung des Vereins „HeideMoor“ wird demnach durch eine weitere Nachmittagsgruppe ausgebaut.
Außerdem wird eine Frühbetreuung ab 7 Uhr eingerichtet. Die Ratsmitglieder einigten sich zudem darauf, dass der Stundensatz für die anfallenden Gebühren bei der Frühbetreuung nicht höher sein soll, als für eine normale Kindertagesstättenstunde. Dazu sagte Tobias Handke (SPD): „Niemand bringt sein Kind freiwillig schon um sieben Uhr in die Kita.“ Wer das aus beruflichen Zwängen machen müsse, sollte nicht auch noch mit höheren Gebühren belegt werden.