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Jetzt also doch: Teilsperrung der L140 in Osterjork möglich

bc. Jork. Überraschung im Jorker Bauausschuss: Die geplante Sanierung der L140 in Osterjork im kommenden Jahr sollte eigentlich genau wie derzeit der Obstmarschenweg in Königreich unter Vollsperrung durchgeführt werden. Erst vor wenigen Wochen bestätigte Hans-Jürgen Haase, Leiter der ausführenden Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade, dem WOCHENBLATT die Pläne. Jetzt ist alles anders.
Ingenieur Falk Salomon von der Landesbehörde teilte im Ausschuss am vergangenen Donnerstag mit, dass jetzt eine halbseitige Sperrung mit Ampellösung geplant sei. Anwohner, vor allem die vielen Gewerbetreibenden in Osterjork, hatten das immer gefordert.
Der Nachteil: Statt einer Bauzeit von neun Monaten wird der Ausbau der Straße nun voraussichtlich 15 Monate dauern. Vorgesehener Baubeginn: April 2018. Ende: Juni 2019. Außerdem wird die Sanierung teurer - in erster Linie für das Land, aber auch die Gemeinde muss mehr bezahlen.
Das Land greift für die Teilsperrung in die Trickkiste, weil für eine halbseitige Straßenführung eigentlich die Breite der Straße nicht ausreicht. Während der Bauzeit müssen Fußgänger und Radfahrer auf den parallel verlaufenden Osterminnerweg ausweichen. Bürgermeister Gerd Hubert: „Wir müssen dann aber aufpassen, dass Autofahrer nicht auch auf den Osterminnerweg ausweichen.“
Wie genau die Teilsperrung funktionieren und wie die L140 genau ausgebaut werden soll, lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben. 


Auf ein Wort

Den Bogen nicht überspannen

Hätten Verwaltung, Politik und vor allem die Anwohner nicht mit großer Beharrlichkeit auf die Notwendigkeit einer halbseitigen Sperrung in Osterjork hingewiesen, hätte das Land wahrscheinlich niemals nach bürgernahen Alternativen gesucht. Dieses Beispiel aus Jork zeigt, was im Dialog mit Behörden möglich ist.
Jetzt sollten die Anwohner und Gewerbetreibenden mit der gefundenen Lösung aber auch zufrieden sein und den Bogen nicht überspannen. Die bereits leise geäußerte Kritik, dass einige Grundstücke möglicherweise für ein paar Tage nicht angefahren werden können, ist Fehl am Platze. Keine Baustelle ohne Einschränkungen. Björn Carstens