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Jetzt auch bei uns: Sporthallen in Stade als Notunterkunft für 450 Flüchtlinge

Innerhalb weniger Stunden haben Ehrenamtliche diverser Hilfsorganisationen zwei Sporthallen in Stade für die Ankunft von 450 Flüchtlingen vorbereitet (Foto: bc)
In Stade werden die ersten Notunterkünfte eingerichtet

(tk/kb). In Niedersachsen kommen täglich mehr als 1.000 Flüchtlinge an. Alle Erstaufnahmeeinrichtungen sind überbelegt. Innenminister Boris Pistorius (SPD) schickt die Flüchtlinge daher seit gestern direkt in die Landkreise. Am Freitag kamen 150 Menschen in Stade an. 300 weitere Flüchtlinge folgen in den nächsten Tagen. Zwei Turnhallen sind auf Anweisung von Stades Landrat Michael Roesberg als Notunterkunft reserviert worden.



„Wir helfen dem Land in einer dramatischen Situation“, sagte Roesberg. Fieberhaft haben 125 ehrenamtliche Helfer von DRK, Maltesern, DLRG, Johannitern und Feuerwehr innerhalb weniger Stunden zwei Sporthallen der Berufsbildenden Schulen (BBS) an der Glückstädter Straße in Stade für die Flüchtlinge vorbereitet. „Wir müssen auf Notmaßnahmen zurückgreifen“, sagt Roesberg.

Das weitere Vorgehen: Die Flüchtlinge werden in Stade zum ersten Mal registriert und bekommen einen Gesundheitscheck. Es ist geplant, dass sie fünf Wochen bleiben und dann auf reguläre Erstaufnahmeeinrichtungen verteilt werden.

Was jetzt in Stade geschieht, sei alternativlos: „Wir sorgen dafür, dass die Menschen nicht unter freiem Himmel schlafen müssen“, betont Michael Roesberg. Auch in Buxtehude beginnt die Notfallplanung mit der Suche nach einer geeigneten Halle.

Im Landkreis Harburg werden in der kommenden Woche insgesamt 380 neue Flüchtlinge erwartet. Hier sind vorerst noch Kapazitäten in bereits bestehenden Einrichtungen frei, aber die Kommunen mussten mögliche Notunterkünfte nennen.

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