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Jork braucht einen neuen Kindergarten

bc. Jork. Grundsätzlich waren die Mitglieder des Jorker Finanzausschusses zufrieden mit dem ausgeglichenen Haushaltsplan-Entwurf für dieses Jahr, der ihnen von Kämmerer Matthias Riel am Montag (das WOCHENBLATT berichtete) vorgelegt wurde. Von einer Sache wurden sie aber überrascht. Die Gemeinde braucht einen komplett neuen Kindergarten mit mehreren Gruppen. 1,5 Millionen Euro sind für einen Neubau im Jahr 2019 eingeplant. Der Bedarf wird dann nach Einschätzung der Verwaltung vorhanden sein. Wie berichtet, wird derzeit auch der Kindergarten in Borstel erweitert.
Vorerst gestrichen ist dafür aus dem Zahlenwerk die Flächenbevorratung für eine Sporthalle an der Grundschule am Westerminnerweg - zumal die Gemeinde noch immer nicht über ein Grundstück verfügt. 500.000 Euro waren für den Ankauf eines Grundstücks und zwei Mio. Euro für den Bau der Halle vorgesehen. Beide Positionen sind aus dem Planungszeitraum bis 2020 herausgefallen.
Im Finanzausschuss wurde auch deutlich, dass sich die Politiker schon über weitere Schritte Gedanken machen.
Denn steigt die Kinderzahl in den Kitas, wird sie auch in der Schule steigen. Das könnte die Grundschule am Westerminnerweg an ihre Kapazitätsgrenze bringen - da darüber hinaus die Einführung einer Ganztagsschule im Raum steht. Womöglich - aber das ist Zukunftsmusik - wird über einen Neubau einer Schule nachgedacht werden müssen.
Das könnte dann wieder für deutliche angespanntere Haushaltspläne sorgen. Suboptimal ist in diesem Zusammenhang, dass wieder nicht die geplanten Einnahmen aus den Flächenverkäufen im Gewerbegebiet „Ostfeld“ erzielt werden konnten. 650.000 Euro wollte Bürgermeister Gerd Hubert in 2016 erlösen, geworden sind es knapp 490.000 Euro.
Trotzdem muss die Gemeinde auch in diesem Jahr investieren. Neben dem Eigenanteil für die L140-Sanierung will die Verwaltung u.a. Geld für die Uferbefestigung der „Kleinen Seite“ in Borstel (200.000 Euro) in die Hand nehmen, 150.000 für den Bau einer Stichstraße im „Ostfeld“, 20.000 Euro für den Neuaufbau der Arp-Schnitger-Brücke in der Ortsmitte sowie 150.000 Euro für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED.