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Kein "Turbo-Verkauf" der Buxtehuder Wohnbauflächen

"Buxtehude soll maßvoll wachsen", erklärt Stadtbaurat Michael Nyveld.

tk. Buxtehude. Buxtehude ist als Wohnort heißt begehrt. Für das neue Baugebiet in Ottensen gibt es weit mehr als 250 Interessenten für nur 80 bis 90 Grundstücke. Warum wirft die Stadt bei einer dermaßen starken Nachfrage nach Bauland nicht alles auf den Markt, was noch an Flächen vorhanden ist? Oder dreht zumindest bis zur Schmerzgrenze an der Preisschraube, um den Schuldenberg abzubauen? "Wir setzen auf maßvolles Wachstum", sagt Stadtbaurat Michael Nyveld. Einen Turbo-Verkauf aller städtischen Grundstücke wird es nicht geben. Im WOCHENBLATT erklärt Nyveld, warum nicht allein die Nachfrage das Angebot regeln sollte.

Grundlage aller Entwicklungen sei der Flächennutzungsplan. Der hat eine Laufzeit bis mindestens 2020. In dem gesamten Zeitraum sollen immer wieder neue Wohnbauflächen auf den Markt kommen. Außerdem soll die Einwohnerzahl Buxtehudes maßvoll bis 42.000 wachsen. "Dazu entwickeln wir im Gleichschritt Wohnbauflächen", sagt Nyveld.
Hinzu kommt: Es soll so wenig Natur wie möglich für Wohnbebauung geopfert werden. "Es gilt der Grundsatz der verstärkten Innenentwicklung", so der Stadtbaurat. Im Buxtehuder Innenstadtbereich können noch 300 bis 400 Wohneinheiten entstehen. Die sollen Stück für Stück gebaut werden können. Voraussetzung: Die Eigentümer der Flächen wollen das auch.
Was laut Nyveld ebenfalls gegen eine Baulandschwemme spricht: Die Stadt entwickelt neue Gewerbegebiete. Wenn sich Unternehmen dort ansiedeln, muss die Stadt den Mitarbeitern auch Flächen für den privaten Hausbau anbieten können.
Und warum wird nicht an der Preisschraube gedreht, sodass die klamme Stadtkasse sehr viel mehr Geld einnehmen könnte? "Die Stadt muss ausgleichend wirken", sagt Nyveld. Würden zum Beispiel die begehrten Grundstücke in Ottensen für sehr viel mehr Geld verkauft, steigen auch anderswo die Preise für Bauland in der Estestadt. Bauland nur für Vermögende soll es in Buxtehude aber nicht geben, sagt Nyveld.
Trotz der moderaten Baulandausweisung wird es in den kommenden Jahren viele neue Grundstücke für Häuslebauer geben: Flächen an der Giselbertstraße sind in der Vorplanung. Dort können rund 400 neue Wohneinheiten, darunter auch mehrgeschossige Häuser, entstehen. Und Mitte 2014 soll die Planung für neue Wohnbauflächen in Hedendorf beginnen.