Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Keine Abfahrt: Wird das die nächste A26-Posse?

Die fast fertige A26 bei Jork. Wenn es in Buxtehude so aussieht, ist der Zubringer wahrscheinlich noch nicht gebaut worden (Foto: tk)

tk. Buxtehude. Die "Einbahnstraßen-Autobahn'" zwischen Jork und Horneburg hatte schon das Zeug zur bundesweiten Lachnummer. Das nächste A26-Kapitel mit der Überschrift "Pleiten, Pech und Pannen" könnte der Zubringer Buxtehude werden. Ende 2020 ist die A26 bis Neu Wulmstorf fertig. Ob es dann die Auf- und Abfahrt Buxtehude gibt, steht in den Sternen. Es mehren sich die Stimmen in Politik und Verwaltung, die noch hinter vorgehaltener Hand vorhersagen: Die A26 geht an der Estestadt vorbei.

Seit 2002 plant der Landkreis den Zubringer. Die Rübker Straße (K40) soll es werden. Buxtehude will etwas anderes: Nämlich eine Umgehungsstraße. Das fordern auch die in einer BI organisierten Bürger rechts und links der K40. Dass Buxtehude jetzt vermutlich eine Klage gegen den Kreis zurückzieht, weil der die planerischen Grundlagen für die Umgehung nicht genehmigen wollte, wird an der gesamten Misere kaum etwas verändern. Es bleiben noch soviele Stolpersteine und Unwägbarkeiten, dass die A26 schneller fertig werden könnte als der Zubringer.

Das sind die Knackpunkte: Für den Landkreis als Planer und Bauherr ist ein Zubringer auch dann "vollwertig", wenn nachts keine Lkw über 5,5 Tonnen dort fahren dürfen. Die gesamte Buxtehuder Politik sagt dazu Nein (das WOCHENBLATT berichtete).

Kreis und Stadt gehen gemeinsam davon aus: Ein Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der K40 wird von der Bürgerinitiative (BI), die das Vorhaben vehement ablehnt, beklagt. Der Landkreis könnte mit dem Planfeststellungsbeschlusses die sofortige Vollziehbarkeit anordnen. Theoretisch würden die Bagger anrücken.

Aber: Die BI könnte daraufhin ein einstweiliges Rechtsschutzverfahren beantragen. Dann wird vom Verwaltungsgericht, salopp formuliert, die Rechtmäßigkeit des Planfeststellungsbeschlusses im Schnellverfahren überprüft. Gibt das Gericht der BI recht, müssen die Bagger wieder abrücken - auf unbestimmte Zeit. Zum Vergleich: Die Klage der Stadt Buxtehude gegen den Trog als A26-Estequerung verstaubte acht Jahre lang ohne Verhandlung in den Gerichtsakten.

Erst dann, wenn ein Gericht die K40 verworfen hätte, könnte die "Buxtehuder-Wunsch-Umgehung" geplant werden. Auch dagegen wird es Klagen geben. Von Anwohnern und sicherlich auch von Naturschutzverbänden, die den Wachtelkönig in Gefahr sehen.

So wie es scheint, heißt es ab 2020: Kein Anschluss unter dieser Ausfahrt. Was nicht vergessen werden darf: Gekniffen sind alle Menschen in Neukloster, Dammhausen und Hedendorf außerdem die Bürger in Neu Wulmstorf und Rübke: Der gesamte A26-Autobahnverkehr wird über die Ausfahrten Jork und Neu Wulmstorf Richtung Buxtehude rollen - Laster ohne Gewichtsbeschränkung inklusive.