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Kita-Gebühren: Eltern in Jork müssen tiefer in die Tasche greifen

bc. Jork. Die Eltern in der Gemeinde Jork müssen nach dem mehrheitlichen Willen der Ratspolitik ab dem 1. Januar 2018 mehr Geld für die Kinderbetreuung bezahlen. So lautete der Beschluss in der jüngsten Sitzung, der ohne die Stimmen der CDU getroffen wurde. Hintergrund: Per Satzung ist die gemeindliche Zuschussquote auf 50 Prozent der Gesamtkosten der Kitas begrenzt. Fachbereichsleiter Uwe Köpke dazu: „Wir liegen schon bei 49 Prozent.“ Und die Kosten steigen weiter.
Die CDU-Fraktion versteifte sich dagegen auf ihr Landtagswahlprogramm, das eine komplett beitragsfreie Kita für Eltern vorsieht. „Dann können wir jetzt in Jork nicht für eine Erhöhung der Beiträge stimmen“, so Fraktionschef Michael Eble.
Der Rest des Rates (Grüne, SPD, BVJ, FDP) war sich einig, das die Gebühren angepasst werden müssen. „Wir dürfen nicht auf die Landespolitik schauen“, meinte Uwe Fricke von der BVJ-Fraktion. Allerdings wollten SPD und Grüne die Beiträge erst zum 1. Januar 2018 erhöhen und nicht wie vom Rathaus vorgeschlagen zum 1. August. Bei der entsprechenden Abstimmung wäre es fast zu einer großen Blamage gekommen.
Nur weil die Mitglieder des BVJ entgegen ihrer Überzeugung (sie wollten zum 1. August erhöhen) die Hände bei der Entscheidung über den 1. Januar hoben, werden jetzt die Gebühren Anfang 2018 erhöht. Ansonsten hätte es zwar einen Grundsatzbeschluss gegeben, die Beiträge zu erhöhen - allerdings ohne Startdatum. BVJ-Fraktionsvorsitzender Partho Banerjea: „Das wäre peinlich gewesen.“
Künftig werden vier Stunden Betreuung maximal 220 statt 200 Euro pro Monat kosten, acht Stunden 320 statt 300. Neu ist das Neun-Stunden-Angebot. Das kostet 340 Euro.
• Nach anfänglichem Zögern im Fachausschuss hat der Jorker Gemeinderat - wie schon zuvor der Samtgemeinderat Lühe - einstimmig für die Fortführung der Bewerbung des Alten Landes zum Unesco-Weltkulturerbe votiert. CDU-Mann Eble: „Wir haben uns bewusst Zeit gelassen, wollen das Projekt aber weiter unterstützen.“ Anhänger der Welterbe-Bewegung klatschten sich in der Ratssitzung spontan ab.
20.000 Euro pro Jahr stehen künftig jeweils aus Jork und Lühe für die Bewerbung zur Verfügung - u.a. für die Einrichtung eines Regionalmanagements. Wie berichtet, geht der Obstbau derzeit bereits in Vorleistung auf diesem Gebiet.
Banerjea schlug vor, die eigene Welterbe-Bewerbung mit den Plänen des Landes zu verbinden, die Arp-Schnitger-Orgeln unter Schutz zu stellen.