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Klage gegen Müllverbrennungsanlage: Geld aus Schleswig-Holstein

Müllverbrennung: Bützfleth erhält Unterstützung

bc. Stade. Der Widerstand gegen die geplante Müllverbrennungsanlage (MVA) einer Erbengemeinschaft („EBS Besitz GmbH“) in Stade-Bützfleth wächst weiter. Nachdem bereits die Bürgerinitiative (BI) „Haseldorfer Marsch“ Fahrt aufgenommen hat (das WOCHENBLATT berichtete), haben sich auch die zehn dem Amt Geest und Marsch Südholstein angehörigen Gemeinden in Schleswig-Holstein auf der anderen Elbseite dem Kampf gegen die MVA angeschlossen. Im Amtsausschuss entschieden die Kommunalpolitiker, dass sie die Klage eines Bützflether Obstbauers mit 1.000 Euro unterstützen werden.
Bekanntlich klagen ein Einzelbürger und die Hansestadt Stade gegen die Genehmigung für den Weiterbau und die Inbetriebnahme der Anlage, die nur ca. eineinhalb Kilometer vom Naturschutzgebiet Haseldorfer Marsch errichtet werden soll. Die Menschen am anderen Elbufer wären folglich genauso - wenn nicht noch mehr - von der MVA betroffen, denn durch die vorherrschenden Winde werden die Schadstoffe vor allem in den Kreis Pinneberg geweht.
An einer Klage will und kann sich die BI „Haseldorfer Marsch“ aufgrund der hohen Prozesskosten und des ungewissen Ausgangs jedoch nicht beteiligen. Auch die Marsch-Gemeinden wollen bislang nicht klagen. Den Gang vor Gericht wollen sie aber jetzt unterstützen.