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Konflikt um Melkerstieg: Kein Richtungswechsel absehbar

Um diese städtischen Wohnungen geht es, die dringend saniert werden müssen - egal, wer einzieht
tk. Buxtehude. Der Wunsch von Familie Weiß, die vier derzeit leerstehenden Wohneinheiten am Melkerstieg nutzen zu können, wird nach wie vor von Politik und Verwaltung abgelehnt. "Ich sehe kein Umdenken", erklärt Bürgermeister Jürgen Badur.
Wie mehrfach berichtet, will die Sinti-Familie Weiß dort einziehen. Die Stadt plant dort dagegen die Unterbringung von Asylbewerbern. Bei der jüngsten Ratssitzung hat Familie Weiß erneut ihren Standpunkt dargelegt. Auch der Verband der Sinti in Niedersachsen hat sich inzwischen eingeschaltet. Unter anderem ist von einer Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte die Rede.
Bürgermeister Badur sieht keinen Rechtsanspruch, der ein Wohnrecht der Sinti dort untermauere. Die Häuser wurden Anfang der 80er Jahre für die nationale Minderheit der Sinti gebaut. Die Landesmittel dafür seien abgelöst worden, sodass davon kein gültiger Anspruch auf Wohnrecht abzuleiten sei.
Jürgen Badur betont, dass die Unterbringung von Asylbewerbern für die Stadt nach wie vor Priorität habe. Einen Brief von Familie Weiß an die Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung werde er an alle Mitglieder des Verwaltungsausschusses weiterleiten. Die Familie begründet ihren Anspruch auf den Wohnraum unter anderem damit, dass das Zusammenleben ein zentraler Teil ihrer Kultur sei.

Einen Artikel, warum Familie weiß Anspruch auf die Wohnungen erhebt, lesen Sie hier