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Kooperation von Elbe Klinikum und OsteMed: Alles klar bis Jahresende?

Das Elbe Klinikum gilt als möglicher Partner der OsteMed-Krankenhäuser im Landkreis Rotenburg (Foto: archiv)

tk. Landkreis Stade. Die Diskussion über das Für und Wider einer Fusion der Elbe Kliniken mit den OsteMed Kliniken im Kreis Rotenburg ist leise geworden. Das Heft des Handels liegt derzeit im Rotenburger Kreishaus: Dort wird ein an Ausschreibungen angelehntes Verfahren vorbereitet, mit dem potentielle Kooperationspartner ihr Interesse offiziell bekunden können. Bis Mitte Mai sollen die Vorarbeiten dafür abgeschlossen sein.

Auf dieses Verfahren warten potenzielle Partner wie die Elbe Kliniken oder das zur Agaplesion-Gruppe gehörende Krankenhaus in Rotenburg mit Spannung. Wird nur ein Gesamtpaket mit beiden Kliniken in Bremervörde und Zeven, zwei Seniorenheimen und einem ambulanten Pflegedienst angeboten? Oder werden für unterschiedliche Einrichtungen unterschiedliche Partner gesucht?

Das ist eine entscheidende Weichenstellung im Vorfeld konkreter Verhandlungen. Denn die Elbe Kliniken hatten bereits signalisiert, dass sie am Standort Bremervörde interessiert sind, an Zeven dagegen weniger (das WOCHENBLATT berichtete).

Was auch deutlich wird: Es geht um sehr viel Geld. Nach unbestätigten WOCHENBLATT-Informationen soll das jährliche Defizit der beiden Krankenhäuser Zeven und Bremervörde bei rund vier Millionen Euro liegen. Ein Risiko, das gegenwärtig allein der Kreis Rotenburg verantworten muss. Der hat kürzlich die Anteile eines privaten Klinikkonzerns an OsteMed übernommen. Ohne eine tiefgehende Strukturveränderung würden wahrscheinlich weder die Elbe Kliniken noch das Rotenburger Krankenhaus eine derzeit ungewisse finanzielle Verantwortung übernehmen.

Bis 2015 ist zumindest die Geschäftsführung der OsteMed-Kliniken gesichert (das WOCHENBLATT berichtete). So lange gilt der Managementvertrag, den das Elbe Klinikum mit dem Landkreis Rotenburg abgeschlossen hat.

Im Rotenburger Kreishaus gehen die Verantwortlichen davon aus, dass eine endgültige Klärung bis Ende des Jahres möglich ist. Das Verfahren der offiziellen Interessenbekundung soll im Sommer abgeschlossen werden. Dann wird konkret verhandelt.