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Kurt Matthies hört auf: Apensens Bürgermeister tritt zur Kommunalwahl im September nicht mehr an

Kurt Matthies, hier bei der Grundsteinlegung der Mensa, war insgesamt 15 Jahre lang Bürgermeister in Apensen (Foto: wd)
Apensens amtierender Bürgermeister Kurt Matthies (SPD) zieht sich aus der Politik zurück. Nach insgesamt 30 Jahren aktiver Lokalpolitik wird der 73-Jährige zur Kommunalwahl im September nicht mehr antreten. "Jetzt sind Jüngere mit neuen Ideen an der Reihe", so Matthies. 30 Jahre lang war er im Gemeinde- und Samtgemeinde-Rat aktiv, 15 Jahre davon auch im Kreistag, und insgesamt 15 Jahre lang - mit Unterbrechung - Bürgermeister. Wer seine Nachfolge antreten wird, steht noch nicht fest.
Auch wenn ihm die Politik sicher fehlen werde, freue sich Kurt Matthies auf die freie Zeit. "Ich habe so viele Hobbys, dass keine Langeweile aufkommen wird", erzählt der dreifache Vater und sechsfache Großvater. Lesen, Musik und Handwerken sind nur einige seiner vielen Leidenschaften. "Ich habe auch immer gerne Politik gemacht, obwohl es nicht immer einfach gewesen ist", sagt der gelernte Elektroinstallateur und frühere Mitarbeiter der Telekom. "Man braucht Geduld und muss es aushalten, angefeindet zu werden." Seine Ehefrau Elisabeth, die ihm all die Jahre den Rücken frei gehalten habe, hat ihn manches Mal aufbauen müssen. "Der Streit um die Feuerwehrgerätehäuser hat mir sehr auf der Seele gelegen", erinnert sich Matthies. "Das hatte unsere Feuerwehr nicht verdient. Ich ärgere mich auch über mich selbst, weil ich dort Fehler gemacht und zum Teil nicht hartnäckig genug gewesen bin." Um so mehr freue er sich, dass der Bau in Apensen nun voran gehe.
Überhaupt habe sich Apensen in den vergangenen 20 Jahren sehr zum Vorteil entwickelt. "Es gibt vieles, worauf ich stolz bin", sagt Kurt Matthies. Dazu zählen der Umzug des Rathauses an den Junkernhof, der Bau des Schulzentrums und auch das neue Baugebiet am Butterberge. Für alle diese Themen habe sich Kurt Matthies maßgeblich eingesetzt, zum Teil - wie beim Schulzentrum Apensen im Kreistag als Einziger in der eigenen Fraktion. Auch beim Gewerbegebiet Beim Butterberge habe er viel Gegenwind erfahren. Dass es nicht zum Stillstand kam, habe Apensen der Bauamtschefin Sabine Benden zu verdanken. "Sabine Benden kann ich gar nicht genug loben", sagt der Bürgermeister. "Wir haben Einkaufsmöglichkeiten, eine gute ärztliche Versorgung, Kindergärten und mit dem Delmer Hof jetzt auch ein Pflegeheim." Es fehle lediglich noch ein Baumarkt, so der leidenschaftliche Heimwerker. "Aber der kommt auch noch", ist sich Kurt Matthies sicher.