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Landkreis forciert partnerschaftlichen Hochwasserschutz an der Este

Das Land stellt Mittel zur Förderung des gemeindeübergreifenden Hochwasserschutzes in Aussicht (Foto: lt)
bc. Altes Land/Buxtehude. Die Landkreise Stade und Harburg haben jetzt einen entscheidenden ersten Schritt gemacht, um den Hochwasserschutz an der Este von der Quelle bis zur Mündung auf neue Füße zu stellen. Landrat Michael Roesberg teilte dazu am Freitag mit: „Alle Este-Kommunen müssen entschlossen an einem Strang ziehen, damit eine vom Land in Aussicht gestellte Förderung des Hochwasserschutzes auch an die Este fließt“.
Im Kern geht es darum, einen gemeinsamen Hochwasserschutz über die Gemeindegrenzen hinweg zu organisieren - so wie es ähnlich gerade an der Ilmenau passiert. Das war jedoch in Buxtehude und im Alten Land bis dato immer schwierig.
Wie berichtet, ist das ganze Thema seit Jahren aktuell, weil die Hansestadt Buxtehude den Bau von Minideichen auf ihrem Stadtgebiet plant. In den Augen der Interessengemeinschaft (IG) Este führen die Deiche dazu, dass sich die Gefahr von Überflutungen im Alten Land erhöht. Derzeit liegt das Planverfahren für die Minideiche auf Eis, vom Tisch ist das Vorhaben aber nicht. Das sieht auch Roesberg so: „Die Pläne müssen weiter gehen.“
Unabhängig davon forciert die Kreisverwaltung nun die Unterzeichnung einer verbindlichen Partnerschaftsvereinbarung, die zum Ziel hat, Fördermittel des Landes für Maßnahmen aus dem erfolgreich abgeschlossenen Projekt KLEE-Projekt (Klimaschutz im Einzugsgebiet der Este) zu erhalten. Zur Erklärung: Die Klee-Maßnahmen müssen vor einer Umsetzung im Detail geplant werden, um diese überhaupt realisieren zu können. Dabei geht es z.B. um Renaturierungen oder die Schaffung von Rückhaltebecken im Oberlauf des Flusses.
Wichtig ist dabei, dass alle Gemeinden in Hollenstedt, Beckdorf Buxtehude und dem Alten Land mitziehen. Nach einem Treffen aller beteiligten Kommunen, Verbände und Behörden aus Niedersachsen und Hamburg erklärte Roesberg: „Der Landkreis wird offiziell allen Kommunen und Akteuren den Entwurf die Vereinbarung zukommen lassen, damit die Gremien entsprechende Beschlüsse fassen können.“ Auch die Politik müsse beteiligt werden: „Es wäre schade, wenn dabei auch nur einer ausschert“, so Roesberg.
Die Verantwortung für den Hochwasserschutz der Bevölkerung tragen nämlich die Städte und Gemeinden. Roesberg: „Ich kann mir gut vorstellen, dass Hamburg sich ebenfalls an der Partnerschaft beteiligen will, zumal die Vertreter die Hochwasserschutz-Partnerschaft ebenfalls befürwortet haben.“
Weiter sagte der Stader Landrat: „Ich würde mir außerdem wünschen, dass sich das Land Niedersachsen stärker einbringt als mit einer Förderrichtlinie. Niedersachsen hat mit dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz die Fachkompetenz vor Ort und greift darauf zu wenig zurück, um den Akteuren an der Este zu helfen.“