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Landkreis Stade wirbt für Rückkehrer-Programm

(bc). „Perspektive Heimat“ – so lautet das Rückkehr-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das die freiwillige Rückkehr aus Deutschland unterstützt und die erfolgreiche Re-Integration im Heimatland fördern will. Darauf weist die Ausländerbehörde des Landkreises Stade hin.
Seit 2015 sind mehr als eine Millionen Menschen auf Grund von Gewalt, Armut, Unterdrückung oder fehlender Zukunftsperspektive nach Deutschland geflohen, doch nicht alle von ihnen haben eine dauerhafte Bleibeperspektive in Deutschland oder überlegen, freiwillig in ihre Heimat zurückzukehren.
Seit März 2017 bietet das BMZ mit dem Rückkehr-Programm „Perspektive Heimat“ Unterstützung zur Re-Integration für die Länder Albanien, Kosovo, Serbien, Tunesien, Marokko, Nigeria, Ghana, Senegal, Irak, Afghanistan und Ägypten an. Das BMZ fördert verschiedene Projekte in den Partnerländern zum Neustart. Dazu gehören unter anderem Bewerbungstrainings, Programme zur beruflichen Bildung und oder Existenzgründungsberatung.
Im Landkreis Stade befinden sich aktuell 776 ausreisepflichtige Asylbewerber, davon sind laut Kreisverwaltung 656 geduldet, meistens weil Ausweisepapiere oder vergleichbare Identitätsnachweise fehlen. Im vergangenen Jahr kehrten 318 Personen, vorwiegend aus den Westbalkanstaaten, aus freien Stücken in ihre Herkunftsländer zurück, davon nutzten 225 finanzielle Unterstützungsangebote des Staates. In diesem Jahr verzeichnete der Kreis bislang 90 freiwillige Ausreisen, davon nahmen 64 Personen Fördermittel in Anspruch.