Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Landrat Roesberg: "Wir brauchen mehr Stellen bei der Polizei"

Landräte des ehemaligen Regierungsbezirks Lüneburg/Stade bei ihrem Treffen in Rutenbeck (Landkreis Stade) gemeinsam mit Gästen der Konferenz (Foto: Landkreis Stade/Christian Schmidt)
bc/nw. Stade. Elf Landräte aus dem nördlichen Niedersachsen haben ihre Forderung nach mehr Personal bei der Polizei bekräftigt. „In fast allen Polizeiinspektionen unserer Landkreise fehlen Stellen. Es wäre gut, wenn die Landespolitik dieses Thema mit Nachdruck auf die Agenda setzt“, fasste der Stader Landrat Michael Roesberg am Freitag die „deutliche Erwartungshaltung“ der Landrätekonferenz Lüneburg-Stade nach ihrer Tagung in Viebrocks Gasthaus in Hohebrügge zusammen.
Unzufrieden sind die Landräte mit den bisherigen Reaktionen des Polizeipräsidenten in Lüneburg, auf die Forderung nach mehr Polizeistellen in den Landkreisen. Roesberg: „Wir Landräte haben vor einem Jahr in einem Gespräch mit Polizeipräsident Kruse in Lüneburg auf die schwierige Situation für die Polizei in den Landkreisen hingewiesen. Eine nachhaltige Verbesserung ist aber bis heute nicht eingetreten.“
Die Landräte hatten bei ihrem Treffen am Donnerstag außerdem über die von Niedersachsen geplante Beitragsfreiheit in Kindergärten beraten. Als gesetzliche Aufgabenträger für die Kindergärten erwarten die Landräte ebenso wie die mit der Aufgabe betrauten Gemeinden, dass das Land Niedersachsen für die Einführung der Beitragsfreiheit den Kommunen einen vollen Kostenausgleich erstattet, um nicht weitere finanzielle Belastungen tragen zu müssen.
Ein weiteres Thema der Konferenz war die Afrikanische Schweinepest (ASP). Vorbereitet sind die Landkreise als Veterinärbehörden für den Fall, dass die heranrückende Afrikanische Schweinepest entsprechende Maßnahmen erfordert. Zusammen mit den Jägerschaften erhofft man sich unter anderem durch Reduzierung des Wildschweinbestandes dafür zu sorgen, dass die in Osteuropa grassierende ASP sich nicht weiter ausbreitet. Landrat Roesberg: „Es gilt, die Schweinebestände der Züchter zu schützen. Im Falle eines Ausbruchs der ASP sind die Veterinärbehörden der Landkreise massiv gefordert.“ Michael Roesberg ist seit dem Jahr 2011 Vorsitzender der Konferenz.