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Merkwürdiger Vorschlag in Buxtehude: "Merken die überhaupt noch was?"

Die Planung für Fahrradstellplätze hätte ein Fall für den Steuerzahlerbund werden können (Foto: tk)
Rasen wird Asphalt und Asphalt wird Rasen - eine merkwürdige Buxtehuder Planung

tk. Buxtehude. Jeder Euro, der in Schulen investiert wird, ist gut angelegt - eigentlich. Denn diese Investition von 150.000 Euro wäre das Gegenteil: Steuergeld-Verschwendung. Am Schulzentrum Süd müssen dringend neue Fahrradstellplätze gebaut werden. Das ist ein Wunsch der Schule, die SPD hat mit einer Anfrage die Notwendigkeit untermauert.

Die Verwaltung hat geplant und ihre Idee am Dienstag in einer gemeinsamen Sitzung von Schul- und Bauausschuss vorgestellt. 360 Plätze für Drahtesel sollen noch in diesem Jahr entstehen. Das sei mit 150.000 Euro so teuer, weil eine Rasenfläche dafür befestigt werden müsse. Normalerweise kostet ein Metallständer, an dem zwei Räder angeschlossen werden können, rund 50 Euro.

Was diese Planung zum Fall für den Steuerzahlerbund machen würde: Neben den bereits bestehenden Fahrradparkplätzen sollte eine asphaltierte Fläche in eine Grünfläche umgewandelt werden. Dort wolle die Schule ausdrücklich keine weiteren Stellplätze haben, weil in der Nähe Klassenräume sind, so die Begründung der Verwaltung.

Also: Eine Rasenfläche wird für Fahrradständer beseitigt, eine andere befestigte Fläche würde im Rahmen der Schulhofumgestaltung in Rasen umgewandelt. "Merken die noch was?", lautete unisono der Kommentar von der Pressebank.
Offenbar hatten weder Verwaltung noch Politik bis dato diese Schildbürger-Planung bemerkt. Immerhin ist die Politik noch aufgewacht. Jetzt wird neu geplant.