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Michael Lemke: "Bürgerbeteiligung leben"

tk. Buxtehude. Wer macht das Rennen? Katja Oldenburg-Schmidt (parteilos) und Michael Lemke (Grüne) werben am kommenden Sonntag um Wählerstimmen. Beide wollen Bürgermeister werden. Lesen sie hier, für welche Zieleund Positionen Michael Lemke steht.

Warum sind Sie ein bessere Bürgermeister als Ihre Gegenkandidatin Katja Oldenburg-Schmidt?

Nicht nur meiner Meinung nach hatte Frau Oldenburg-Schmidt bereits seit Jahren viele Chancen, zu zeigen, was sie kann und wofür sie steht. Passiert ist zu wenig – und jetzt, in Zeiten des Wahlkampfes, wird viel versprochen, wofür ich schon lange stehe. Mir glauben die Menschen, dass ich es ernst meine. Die Stimmung da draußen zeigt mir: Sie ist eine gute Kandidatin, ich bin der bessere Bürgermeister.

Was ist das wichtigste Projekt, das sie in den ersten 100 Tagen umsetzen wollen?

Ich möchte zeigen, dass echte direkte Bürgerbeteiligung und Transparenz der Verwaltung keine Lippenbekenntnisse sein müssen, sondern vor Ort gelebt werden können. Ein zentrales Projekt wird die Entspannung der Verkehrssituation, vor allem in der Innenstadt, durch den Ausbau des Radwegenetzes und des ÖPNV sowie durch den Startschuss zu einem Car-Sharing-System. Dazu werde ich in einem ersten Schritt das gesamte Straßennetz Buxtehudes überprüfen und daraus konkrete Maßnahmen ableiten.

Welche drei Vorhaben werden Sie in Ihrer Amtszeit verwirklichen?

Zunächst einmal muss ein ausgeglichener Haushalt die Basis meiner Arbeit bilden. Nur so können wir als Stadt handlungsfähig bleiben und die Zukunft tatsächlich gestalten . Anschließend werde ich ein Gesamtverkehrskonzept unter Berücksichtigung der zukünftig zu erwartenden Verkehrsströme umsetzen.Damit im Zusammenhang steht auch die Verwirklichung von generationsübergreifenden innenstadtnahen Wohnkonzepten. Als drittes Projekt liegt mir die Entwicklung eines Innovationszentrums unter Einbindung der HS 21, von Buxtehuder Unternehmen und von weiterbildenenden Schulen und der Verwaltung am Herzen.

Sie kennen Verwaltung nur aus der Perspektive des Ratspolitikers. Können Sie den Job Bürgermeister?

Als derzeitiger Fraktionsvorsitzender weiß ich, dass wir eine kompetente und starke Verwaltung haben. Als Bürgermeister sehe ich meine Aufgabe darin, die Verwaltung effizient zu managen und sie nach außen zu vertreten, ohne mich ins letzte Detail einzumischen. Für den Job bin ich durch meine guten Verbindungen innerhalb der Institutionen und nicht zuletzt durch meine Tätigkeit in der freien Wirtschaft – die mir einen Blick „von außen“ erlaubt – sehr geeignet.

Die politischen Topthemen aus den vergangenen Monaten haben gezeigt, dass Bürgerinnen und Bürger mehr Mitsprache wollen. Wie garantieren Sie das?

Da unterscheide ich mich wesentlich von meiner Mitbewerberin. Ich habe – beispielsweise beim Hochwasserschutz-Bürgerbegehren, aber auch durch meine fünf Bürgerdialoge – gezeigt, dass ich Bürgerbeteiligung aktiv lebe. Die Menschen wissen: Lemke steht für direkte Mitsprache. Eine Stadt kann dauerhaft nur dann funktionieren, wenn wir alle interessierten Menschen und Gruppen mit ins Boot holen. Immerhin sind wir Hansestadt, das können wir!

Ihr Weg, um den Buxtehuder Schuldenberg abzubauen?

Transparent und mutig sein. Natürlich macht es mehr Spaß, Geld auszugeben, so wie es auch Frau Oldenburg-Schmidt in der Vergangenheit tat. Dies aber bitte nicht auf Kosten der nachfolgenden Generationen. Daher werde ich einen “Bürger-Haushalt” etablieren – hier können die Menschen unkompliziert ihre Vorschläge machen. Andere Kommunen zeigen, dass so etwas funktioniert. Die Bürgerinnen und Bürger werden in ihrer Kreativität leider oft noch unterschätzt.

Bitte beschreiben Sie Ihre Herausforderin.

Ich schätze Katja Oldenburg-Schmidt als eine freundliche und redegewandte Frau, der Buxtehude sicher am Herzen liegt. Ich respektiere sie und weiß aber auch, wie sie arbeitet und dass sie leider mehr verspricht als sie wird halten können. Das ist schade – und ein Hauptgrund, weswegen ich mich dazu entschieden habe, gegen sie zu kandidieren.

Steckbrief: 1968 in Buxtehude geboren (46 Jahr alt), in Goldbeck aufgewachsen, lebe seit 1993 in Buxtehude, Vater zweier Töchter (17+14), Grundwehrdienst (15 Monate) in Buxtehude, Ausbildung zum Industriekaufmann in Stuttgart, Einkäufer und Projektkaufmann in Hamburg im Anlagenbau (Krantz-TKT GmbH) und in der Industrie (Norddeutsche Affinerie AG). Seit 2000 Einkäufer bei der NSB – u.a. für Windenergie Errichterschiffe zuständig.