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Moschee-Pläne wieder in weite Ferne gerückt

Antrag abgelehnt: Die Linken (v. re.) Benjamin Koch-Böhnke, Ulrich Felgentreu und Guido Seemann (beide Grüne) hatten sich für die AMJ (hinten) eingesetzt

Antrag von Grünen und Linken zur Prüfung von Grundstücken abgelehnt

ab. Buxtehude.
ab. Buxtehude. Die Hoffnung, endlich einen Schritt mit ihren Plänen voranzukommen, ist für die Ahmadiyya Muslim Jamaat-Gemeinde (AMJ) wieder in weite Ferne gerückt: Die Mitglieder des Buxtehuder Ausschusses für Stadtentwicklung wollten dem Antrag von Grünen und Linken nicht stattgeben, Grundstücke auf einen möglichen Moschee-Bau in Buxtehude zu prüfen. Mit drei Ja- und acht Nein-Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.

„Der Antrag ist in diesem Umfang nicht leistbar“, urteilte Fachbereichsleiter Michael Nyveld. Das sei auch nicht Aufgabe der Stadt. Das Angebot seitens der Verwaltung, ein einzelnes Grundstück zu prüfen, bestehe weiterhin. Die Frage, ob die AMJ Aussicht auf eine Fläche der Stadt im Gewerbegebiet haben könnte, verneinte Nyveld: „Die Grundstücke brauchen wir für zukünftige Gewerbe-Ansiedlungen.“ Astrid Bade (SPD) und Arnhild Biesenbach (CDU) schlossen sich dem an.

Für die AMJ sind das keine guten Nachrichten: Schon seit Jahren versucht die Gemeinde, ein Grundstück zu erwerben, auf dem sie eine Moschee bauen kann. Derzeit beten die rund 80 Mitglieder, davon 38 Frauen, in einer ca. 60 Quadratmeter großen angemieteten Wohnung an der Andersenstraße.

Über die Reaktion im Ausschuss ärgerte sich Linken-Fraktionschef Benjamin Koch-Böhnke. „In der Wohnung muss im Schichtbetrieb gebetet werden“, sagte er und führte weiter aus: „Wenn Sie nicht helfen wollen, dann sagen Sie es.“ Gegen diesen Vorwurf verwahrten sich die Mitglieder. Astrid Bade forderte Koch-Böhnke zu mehr Sachlichkeit auf.
• Mehr zur Ausschusssitzungen und den anschließenden Reaktionen von AMJ-Sprecher Ata Shakoor und Grünen-Fraktionschef Michael Lemke in der kommenden Mittwochsausgabe.