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"Mülltonnen-Frust" Thema in der Kreispolitik

(bc). Das Thema „Mülltonnen-Frust“ beschäftigt die Kreispolitik. Wie das WOCHENBLATT berichtete, können die Müllwerker an manchen Stellen im Landkreis die Tonnen vor den Grundstücken nicht mehr entleeren, weil sie mit ihren Müllwagen viele kleine Stichstraßen aufgrund mangelnder Wende-Möglichkeiten nicht mehr anfahren dürfen. Deswegen sollen Schritt für Schritt immer mehr Sammelplätze eingerichtet werden.
SPD-Mann Kersten Schröder-Doms erklärte im Umweltausschuss des Kreistages: „Wir sind nicht bereit, eine Verschlechterung der Müllabfuhr-Bedingungen für die Bürger unseres Landkreises zu akzeptieren.“ Ähnlich sah es Hermann Krusemark von der CDU.
Die Sozialdemokraten stellten einen Dringlichkeitsantrag für die Sitzung. Inhalt: In dem vom Kreistag zu beratendem Entwurf des Abfallwirtschaftskonzeptes 2018 bis 2022 ist vorzusehen, dass bei der Neuausschreibung zwingend vorgegeben wird, dass das wohnungsnahe Einsammeln von Müll vom Grundstück gewährleistet sein muss. Grundsätzlich müsse künftig das Entleeren von Mülltonnen am Grundstück bzw. in kurzen Distanzen vom Grundstück möglich sein. Das entspreche dem Service-Anspruch der Gebührenzahler, so die SPD.
Weil letztlich die Dringlichkeit doch nicht gegeben war und zudem Hintergrund-Informationen fehlten, zog Schröder-Doms den Antrag zurück. Die Forderung aber bleibt.
Die Kreistagsgruppe FDP/Piraten beschäftigt sich ebenfalls mit den geänderten Regeln bei der Müllabfuhr. Peter Rolker hat einen Fragenkatalog an Landrat Michael Roesberg geschickt. Unter anderem will er wissen, wie viele Haushalte im Kreis betroffen sind, die Wege über 100 Meter zum Abholplatz zurücklegen müssen.