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Nach Kreiselbau in Buxtehude: Ein Nadelöhr bleibt noch

Der neue Kreisverkehr hat die Staus entschärft. Am Ellerbruch-Tunnel hakt es aber nach wie vor (Foto: tk)
Nach Fertigstellung des Kreisels: Der Verkehr fließt besser - bis zum Ellerbruch-Tunnel

tk. Buxtehude. Seit zwei Wochen läuft es rund: Der Kreisel an der Estebrügger Straße ist fertig. Die Monate der Bauarbeiten strapazierten die Nerven der Autofahrer in Buxtehude besonders arg - über den üblichen Stau-Nerv hinaus jetzt der Verkehr?



Die Staus während der Bauphase an der ehemaligen Kreuzung Estebrügger Straße sind passé. "Der Kreisverkehr funktioniert hervorragend", sagt Buxtehudes Verkehrsplaner Johannes Kleber. Das kann jeder, der mit dem Auto in der Estestadt unterwegs ist, selbst im wahrsten Wortsinn erfahren. Aber: Ein Problem bleibt. Die Spange erweist sich zur Hauptverkehrszeit noch immer als das Nadelöhr. Und nicht nur das: Am Ellerbruch-Tunnel treffen abends im Berufsverkehr noch mehr Autos aufeinander. Die Blechlawine ist gewachsen.

Verkehrsexperte Kleber bestätigt das. "Aus subjektiver Sicht ist das richtig." Er fügt aber hinzu: Das Knäuel löse sich schneller auf, der Verkehr fließe insgesamt besser ab. Es ist zurzeit selbst zu verschiedenen Zeiten in Buxtehude mit dem Auto unterwegs. Kleber stoppt Zeiten, um genau festzustellen, wo es noch hakt.
Dass es einerseits besser vorangehe, sich auf der anderen Seite am Nadelöhr Ellerbruch-Tunnel sogar stärker staue, erklärt er unter anderem mit den Folgen des neuen Kreisel. "Die Autos kommen gleichmäßiger, nicht mehr so im Pulk." Weil sowohl die Estebrügger Straße als auch die nachfolgende Kreuzung an der Hafenbrücke entschärft wurden, gehe es fixer voran - bis zum Zwangsstopp kurz vor dem Bahnhof auf der Stader Straße.

Dieser Engpass könne auch nicht komplett entwirrt werden. "Dort sind täglich 28.000 bis 29.000 Autos unterwegs." Das sei zu viel für das Nadelöhr. Selbst ein Umbau, etwa die Verlängerung der Einfädelspur stadtauswärts, würde keinen 100prozentigen Fluss bringen.

Aber: Die Situation soll sich noch verbessern. "Wir suchen nach Stellschrauben, an denen wir drehen können", sagt Johannes Kleber. Das könnten unter anderem kleine Veränderungen an den Ampelphasen sein.