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Neue Studie: Viel mehr Schüler in Deutschland als gedacht

tk. Landkreis. In einer neuen Studie hat die Bertelsmann Stiftung prognostiziert, dass es in acht Jahren eine Million mehr Schüler in Deutschland geben wird als bislang angenommen. In ihrer Studie stellen die Bildungsforscher fest: "Das trifft die Schulsysteme unvorbereitet."
Zwei Faktoren führen laut der Studie zu mehr Schülern: leicht steigende Geburtenzahlen und die Zuwanderung. Für die Autoren der Studie sind die Zahlen der Kultusminister aus dem Jahr 2013 nur noch Makulatur. Die Folgen des Schülerzuwachses sind gravierend: Es fehlen Lehrer und Gebäude. In der Studie gehen die Autoren allein von zusätzlich 25.000 Lehrern an Grundschulen aus. Weitere 27.000 Pädagogen werden für die Klassen fünf bis zehn gebraucht. Und schon heute soll der Investitionsstau an maroden Schulen deutschlandweit rund 34 Milliarden Euro betragen. Laut Bertelsmann Stiftung errechnet sich ein finanzieller Mehrbedarf für Schulbauten und Lehrer von 4,7 Milliarden Euro im Jahr 2030.
Das Niedersächsische Kultusministerium nimmt die Studie "mit Interesse zur Kenntniss", so Sprecher Sebastian Schuhmacher. Folgt man der Argumentation aus Hannover, werden sich für Niedersachsen keine Probleme ergeben, weil das Land den Etat für Bildung jährlich erhöhe. Zum Ende der Legislaturperiode werde er auf sechs Milliarden Euro angestiegen sein.
Angesichts von Lehrermangel und Unterrichtsausfall werden Kritiker der rot-grünen Landesregierung zu einer anderen Einschätzung kommen. Kai Seefried, schulpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion kritisiert regelmäßig, dass das Land nicht einmal die Probleme heute lösen könne.