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Neuer Pferdefleisch-Skandal: Der Landkreis Stade ist betroffen

Das ist echte Pferdewurst. Bei dem jüngsten Skandal wurden Verbraucher aber erneut getäuscht, weil in Rindfleisch nicht deklariertes Pferdefleisch enthalten war.
tk. Stade. Ein neuer Skandal um Pferdefleisch verunsichert die Verbraucher: Nach Auskunft des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums ist auch der Landkreis Stade davon betroffen. Das Veterinäramt des Landkreises Stade hat ermittelt, dass der betroffene Betrieb allerdings zum 31. August 2012 abgemeldet wurde. Die Firma soll sowohl als Einzelhändler direkt verkauft haben als auch als Agentur für Fleischlieferungen auf dem Markt aktiv gewesen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen der Lebensmittelüberwachung des Landkreises Stade ist kein falsch deklariertes Fleisch aus den Niederlanden in der Region in den Handel gekommen. Der Unternehmer war als Zwischenhändler aktiv.
Jetzt werde geprüft, welche Warenströme wohin gegangen sind. Es soll sich nach Auskunft des Landkreises überwiegend um Tiefkühlfleisch handeln. Wenn sich herausstellen sollte, dass nicht deklariertes Pferdefleisch auch in Stade in den Handel gekommen ist, wird eine offizielle Rückrufaktion gestartet, so der Kreissprecher.
Hintergrund: Am Mittwoch haben niederländische Behörden rund 50.000 Tonnen Fleisch zurückgerufen, das von einem Betrieb in 16 EU-Länder exportiert wurde. Es besteht der Verdacht, dass Rindfleisch mit nicht deklariertem Pferdefleisch vermischt worden ist.
Laut dem Landwirtschaftsministerium in Hannover sind nach derzeitigem Kenntnisstand zehn Betriebe in Niedersachsen von den Lieferungen aus den Niederlanden betroffen. Die Ware in den Betrieben wurde gesperrt und darf nicht mehr verkauft werden. Die Lebensmittelüberwachung der jeweiligen Landkreise ist aus Hannover informiert worden.
Weil die Exporte bis ins Jahr 2011 zurückgehen, wird ein Großteil des Fleisches wohl schon auf den Tellern der Verbraucher gelandet sein. Welche Produkte betroffen sind, steht noch nicht fest.
Alle Untersuchungen in den Niederlanden hätten aber gezeigt, dass es keine Gesundheitsgefährdung der Verbraucher, etwa durch Arzneimittelrückstände im Pferdefleisch, gebe, so das Ministerium.