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Nörgelei an den Buxtehuder Sporthallenplänen: "Das gefällt mir nicht"

Wenn die Halle Nord saniert und aufgehübscht wird, haben die Bundesligahanfballerinnen endlich ein angemessenes Heimspiel-Domizil
CDU und Grüne kritisieren Informationspolitik zum Sporthallen-Neubau

tk. Buxtehude. War das fundamentale Kritik oder einfach nur bisschen Genörgel? Während der Ratssitzung am Montagabend kam von CDU und Grünen Kritik an der Art und Weise, wie die Bürgermeisterin und der BSV-Präsident Wolfgang Watzulik das gemeinsame Projekt, den Bau einer Vereinssporthalle, vorgestellt hatten (das WOCHENBLATT berichtete). Nämlich morgens während einer Pressekonferenz und anschließend den Fraktionsspitzen. "Das ist nicht in Ordnung", findet Guido Seemann (Grüne). "Ich stimme dem Kollegen zu", sagte Birgit Butter (CDU).



Seemann sieht in der Sportentwicklungsplanung viele tolle Projekte und fragt sich, warum es eine Vorab-Festlegung auf dieses Vorhaben gebe. "Es gefällt mir nicht, dass nicht die Politik entscheidet", fuhr er schweres Geschütz auf.

"Hier führt die Verwaltung die Politik und wir sollen diesen großen Brocken schlucken", ergänzte Birgit Butter. Dass die Presse schon Bescheid wusste, der gesamte Rat aber nicht, missfällt der Christdemokratin. Applaus von der CDU.

Fakt ist: Entschieden ist gar nichts. Es gibt die konkrete Idee, dass der BSV als Bauherr das Vereinssportzentrum errichten will. Die Stadt würde das Projekt finanziell fördern und gleichzeitig die Halle Nord sanieren und aufpeppen. Die Entscheidung, wofür wieviel Geld ausgegeben wird, ist noch gar nicht getroffen worden und bleibt allein Sache des Rates.

"Ich nehme das mal so hin", sagte Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt, die ihre Sympathie für das Vorhaben nicht verschweigt. Angesichts der Kritik an der Informationspolitik konnte sie sich eine kleine Spitze Richtung Politik nicht verkneifen: "Sie fordern oft von der Verwaltung, dass sie erst einmal einen Vorschlag präsentieren soll, den sie dann diskutieren." Nichts mehr als das habe man getan.

KOMMENTAR:



Zwei vergebliche Anläufe hat es in den vergangenen Jahren bereits gegeben, in Buxtehude so etwas ähnliches wie eine neue Sporthalle zu bauen. Das private "Arena"-Projekt und bis vor einigen Monaten die Machbarkeitsstudie einer Multifunktionshalle. Letztere wurde zu teuer und an der "Arena" wollten sich nicht so viele Sponsoren und Spender beteiligen, wie es notwendig gewesen wäre.
Sich jetzt über den Zeitpunkt der Information zu beklagen ist absolut überflüssig.
Statt vor der konkreten Planung ein Vorhaben zu zerreden, sollten sich die Ratsmitglieder darüber freuen, dass der BSV so ein Riesending anpacken will. Verantwortung und Kosten bleiben damit nämlich nicht alleine bei der Stadt hängen.
Und wenn sich jetzt einige überrumpelt fühlen und beklagen, dass die Politik der Verwaltung hinterherstolpert - ein Denkverbot für Ratspolitiker, etwas Eigenes zu entwickeln, gibt es schließlich nicht.
Tom Kreib