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Ortsvorsteher aus Dammhausen: "Unterschiedliche Interessen vereinen"

Möchte viele Interessen unter einen Hut bringen: der Dammhauser Ortsvorsteher Thomas Sudmeyer

WOCHENBLATT-Serie "Neues aus den Ortsteilen: Ortsvorsteher Thomas Sudmeyer (61),


ab. Buxtehude/Dammhausen. Eine große Moorlandschaft, starker Verkehr, Interessenkonflikte: Thomas Sudmeyer (61, SPD) kann über Langeweile nicht klagen. Seit gut 15 Jahren ist der Beamte, der einst das Fernmeldehandwerk erlernte, Ortsvorsteher in Dammhausen. "Ich bin eine Art verlängerter Arm der Verwaltung", sagt er über sein Amt, "soll aber dennoch die Interessen der Anwohner vertreten." Das sei nicht immer einfach, so Sudmeyer. Als er damals sein Amt antrat, habe er schon "einige Ungerechtigkeiten" mit übernommen, beispielsweise das Thema Bebauungsgrenze. "Die gibt es in Dammhausen nicht, sondern die von der Gemeinde festgelegte Abgrenzungssatzung. Dadurch durfte der eine Anwohner drei Häuser bauen, der andere jedoch nur eins."

Auch die Verkehrssituation an der Dammhauser Straße sei risikoreich: "Wir haben nur einseitig einen Fuß- und Radweg. Außerdem müssen die Schulkinder die stark befahrene Straße überqueren, um zum Bus zu gelangen." Die Stadt liege darum im Clinch mit dem Landkreis.

Die nahe gelegene Anschlussstelle der Autobahn 26 spalte ebenfalls die Lager. Hier gebe es Befürworter und Gegner, und beide gelte es unter einen Hut zu bringen. "Der Verkehr und die Autobahn werden uns noch eine ganze Weile beschäftigen", ist sich der gebürtige Holsteiner sicher.

Ein weiterer Streitfaktor: der Grundwasserspiegel. "In unserem Moorgebiet stehen viele Häuser auf Pfählen. Die fangen an zu gammeln, wenn der Pegel sinkt", erläutert Sudmeyer, "und die Häuser bekommen dadurch Risse - vor allem nördlich der Dammhauser Straße." Die Landwirte hingegen müssen ihre Äcker dort aber möglichst trocken halten. "Ebenfalls widersprüchliche Interessen, die eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung erfordern."

Vor langer Zeit ist der Ortsvorsteher nach Dammhausen gezogen. Früher war der Vater dreier Kinder bei den Johannitern, später beim THW in Buxtehude engagiert - dort war er eine Weile für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Auch zur Feuerwehr habe der passionierte Fotograph einen guten Draht. Eines der nächsten anstehenden Projekte in Dammhausen sei das neue Gerätehaus für die Feuerwehr. "Das kann noch spannend werden", meint Sudmeyer.

Privat hat Sudmeyer ,ein großer Nordland- und Norwegen-Fan, noch drei große Ziele: nach Spitzbergen, Island und Grönland zu reisen, "und zwar bevor das Eis weg ist", sagt er.