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Petra Tiemann (SPD): E-Maileingang läuft seit der Landtagswahl über

Petra Tiemann ist seit der Landtagswahl eine gefragte Ansprechpartnerin

(tk). "Das wir jetzt Politik aktiv gestalten können, ist eine gute Ausgangslage", sagt Petra Tiemann. Die SPD-Landtagsabgeordnete aus Kutenholz ist von der Oppositionsbank in Hannover in das Regierungslager der rot-grünen Landesregierung gewechselt und als stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden immer dicht dran, wenn wichtige politische Entscheidungen fallen. Bei den Koalitionsverhandlungen saß sie mit am Tisch. Von "mehr Spaß" an der Arbeit will Petra Tiemann nicht unbedingt reden. Sie freut sich aber darauf, dass sie als stellvertretende Fraktionschefin eine große Bandbreite an Themen bearbeiten kann.

Drei Dinge nennt die Politikerin, wenn sie nach konkreten Veränderungen in der Region gefragt wird, die mit Rot-Grün umgesetzt werden sollen: Es wird künftig leichter sein, eine Integrierte Gesamtschule (IGS) zu gründen. Die vorgeschriebene Fünfzügigkeit sei passé.
Die Krankenhäuser in Niedersachsen bekommen mehr Geld. Der sogenannte Landesbasiswert (das ist eine statistische Größe, die als Grundlage der tatsächlich abzurechnenden Kosten pro Patient dient) müsse angehoben werden. "Die Kliniken rutschen sonst tief in die roten Zahlen", sagt Tiemann. Die Landesregierung plant eine Initiative dazu im Bundesrat. "Die Politik muss reagieren", so Tiemann, der besonders die medizinische Versorgung auf dem Land ein Anliegen ist.
Die Planungen für die Küstenautobahn A20 im Landkreis Stade gehen weiter. "Das ist eine für die Region wichtige Entscheidung." Petra Tiemann räumt ein, dass sich die Grünen damit schwer getan hätten. Allerdings seien Koalitionsverhandlungen auch dafür da, sich aufeinander zu zu bewegen. So habe die SPD Entgegenkommen bei Fragen zur Massentierhaltung gezeigt. Weit hätten SPD und Grüne ohnehin nicht auseinander gelegen.
Persönlich hat sich Petra Tiemann diese drei Themen für die Legislaturperiode vorgenommen: Verbesserung der Pflege, mehr finanzielle Planungssicherheit für Krankenhäuser und eine Überarbeitung des niedersächsischen Petitionsrechts. Tiemann ist Vorsitzende des SPD-Arbeitskreises Petition. Sie sieht Handlungsbedarf. So gebe es beispielsweise kein Anhörungsrecht, selbst wenn 10.000 Menschen eine Petition unterschrieben hätten. Stärkung der Bürgerrechte, die Überarbeitung des Petitionsrechts und eventuell die Schaffung eins Bürgerbeauftragten liegen ihr am Herzen..
Die neue Landesregierung ist erst seit Dienstag im Amt. Ihre neue Rolle in der Politik bekommt Petra Tiemann schon jetzt zu spüren: "Das Telefon klingelt häufiger und der E-Mail-Eingang läuft über."