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Pilotprojekt im Kreis Stade: Bahn will Strecken bei Sturm sicherer machen

Sie haben gemeinsam das Modellprojekt erarbeitet (v.li.): Dr. Thomas Hempe (Bahn AG), Dr. Bernd Striegel (Bahn AG), Ulrich Bischoping (Bahn AG), Enak Ferlemann, Oliver Grundmann und Dr. Uwe Andreas (Landkreis Stade) (Foto: Büro Ferlemann)
tk. Stade. „Wir lassen die Pendler nicht im Regen stehen. Streckensperrungen wegen umgestürzter Bäume gehören in Zukunft der Vergangenheit an", sagt der Stader CDU-Bundestagsabgeordnete Oliver Grundmann dem WOCHENBLATT. Der Politiker saß gemeinsam mit Vertretern der Bahn und vom Naturschutzamt des Landkreises Stade am runden Tisch, zu dem der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), nach Berlin eingeladen hatte. Thema: Wie kann verhindert werden, dass bei Stürmen Bahnstrecken  tagelang gesperrt werden müssen, weil Bäume die Schienen blockieren und Oberleitungen zerstören?

Das Ergebnis der Beratungen: Der Landkreis Stade und die Bahn starten einen Modellversuch. Zwischen Horneburg und Stade wird bis zum Frühjahr 2018 gezielt gesägt und beschnitten. Es solle aber keinen Kahlschlag geben. Es werden die Bäume gefällt bzw. Büsche beschnitten, die sichtbar eine Gefahr bei Sturm werden können. Die Bahn will die Ergebnisse auswerten und eventuell auf ihr gesamtes Schienennetz übertragen.

Die Pendler in der Region werden aufatmen. Die Strecke Cuxhaven-Hamburg wurde wegen Sturmschäden bereits vier Mal in diesem Jahr gesperrt.
"Für unsere Pendler ist die Strecke Cuxhaven-Hamburg eine hochfrequentierte Lebensader. Bilder frierender Menschen an den Bahnsteigen wird es nach den Baumfällarbeiten nicht mehr geben“, sagt Oliver Grundmann.