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Problem-Radweg zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf: Der Runde Tisch macht Pause

Der streng geschützte Wachtelkönig (Foto: Martin Schulz)

Besucherzählung im EU-Vogelschutzgebiet könnte neue Daten liefern

tk. Buxtehude/Neu Wulmstorf. Der Runde Tisch, der beim Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg (ArL) tagt, und den Konflikt um den Bau eines Radwegs zwischen Neu Wulmstorf und Buxtehude im EU-Vogelschutzgebiet "Moore bei Buxtehude" entschärfen soll, pausiertt, sagt Bernd Reitzel vom ArL, der das Projekt betreut. Der Grund: Es gibt nicht Neues, das diskutiert und abgewogen werden könnte. Stand der Dinge heute: Es bleibt aus naturschutzrechtlichen Gründen beim Nein zu den Radwegplänen.



Das ArL, betont Beitzel, sei keine Naturschutzbehörde. Das Lüneburger Amt sei vor allem deshalb einbezogen worden, weil es die Flurbereinigungsmaßnahmen im Zuge des A26-Baus managt. Und genau an dieser Stelle könnte eine Lösung für den Konflikt um die Radlerpiste gefunden werden. Aktuell führt das ArL eine Besucherzählung im Naturschutzgebiet durch. "Dadurch bekommen wir unter Umständen neue Daten", sagt Reitzel. Und wenn es etwas Neues gebe, könnte der Runde Tisch erneut nach einer Lösung im Radweg-Konflikt suchen. Es müsse gelingen, beruhigte Zonen für Wachtelkönig und Co. zu schaffen, sagt Bernd Reitzel.

Nur dann gebe es eine Chance, einen Radweg doch noch bauen zu können. Problem dabei: Der Zustand des EU-Vogelschutzgebietes wird als nicht besonders gut bewertet. Durch den Autobahnbau sei die Belastungsgrenze bereits erreicht. Das wurde auch vor einem Jahr beim Erörterungstermin für den Buxtehuder A26-Anschluss durch die Naturschutzbehörden mehrfach betont. Alles, was den sogenannten Erhaltungszustand des Wachtelkönigs störe, werde daher abgelehnt. Bei der EU-Kommission, die letztendlich als oberste Instanz über den Naturschutz wacht, lägen bereits Beschwerden vor.