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Rübke im Klammergriff des Verkehrs

Zur Temporegulierung vor den Brücken wurden Schweller auf die Kreisstraße genagelt
 
Bis hier hin und nicht weiter! Für Radfahrer aus Rübke ist entlang der Wulmstorfer Straße Schluss

Straßenzustände katastrophal / Ortsvorsteher verärgert über Raser / Bodenschweller angebracht



ab. Rübke. ab. Rübke. Die Verkehrsverhältnisse in und um Rübke, das zur Gemeinde Neu Wulmstorf gehört, sorgen für Unmut. Der Zustand der K40/Rübker Straße - desolat. Die vier Kilometer lange Strecke von Buxtehude bis zum Ortseingang Rübke (dort heißt die Straße K19) ist ein einziger Flickenteppich, der Fahrbelag uneben und rissig. Bei Regen sammelt sich an den Straßenrändern das Wasser, teilweise bis zu knöcheltiefen Pfützen. Gefahren werden darf mal Tempo 50, mal Tempo 30, vor den beiden kanalquerenden Brücken seit Neuestem nur Tempo 10. Jetzt wurden sogar Bodenschweller zur Temporegulierung vor und hinter den Brücken auf der Straße aufgebracht. Zwei Landkreise teilen sich hier die Zuständigkeit: Verantwortlich für die K40 ist der Landkreis Stade, für die K19 der Landkreis Harburg.

Einer, der die Verkehrsbehinderungen begrüßt, ist Ortsvorsteher Uwe Klindtworth. „Uns freuen die Bodenschweller vor den Brücken“, sagte er gegenüber dem WOCHENBLATT. „Seitdem sie aufgebracht wurden, ist der Verkehr durch Rübke deutlich zurückgegangen.“ Alle drei Rübker Ortseingänge - aus Buxtehude, Neuenfelde oder Neu Wulmstorf kommend - seien mit Geschwindigkeitsbeschränkungen beschildert, teilweise mit Tempo 30. Bringen würde das jedoch nichts. „In Rübke wird gerast“, beklagt der Ortsvorsteher, „kaum einer hält sich an das vorgeschriebene Tempo.“ Auch dass innerorts manchmal jene überholt würden, die sich doch daran halten, sei nicht ungewöhnlich. Für Klindtworth eine Gefahr. „Bei uns gibt es immer mehr Kinder. Muss erst eins überfahren werden, bevor sich etwas ändert?“, erzürnt er sich.

Der Ortsvorsteher wünscht sich keine Sanierung, im Gegenteil: „Meinetwegen könnte die Straße zwischen Buxtehude und Rübke so bleiben“, sagt er.
Bis auf Weiteres wird sich Uwe Klindtworths Wunsch erfüllen. Denn schon lange wird darüber diskutiert, ob die Kreisstraße als Zubringer der A26 genutzt wird. Und bis das geklärt ist, bleibt der Zustand der Kreisstraße unverändert. „An der K19 sind keine Sanierungsmaßnahmen geplant, die über die übliche Instandhaltung hinausgehen“, informiert der Sprecher des Landkreises Harburg, Bernhard Frosdorfer.

Über die Geschwindigkeitsbegrenzung vor und hinter den kleinen Brücken gibt der Leiter des Kreisumweltamtes Stade, Heiko Köhnlein, Auskunft: „Die Schweller wurden auf die Fahrbahn genagelt, weil bei einer Überprüfung der Brücken eine nur noch begrenzte Standfestigkeit festgestellt wurde“, sagt er. Wird die Rübker Straße zum Zubringer, werden zwei Brücken ersetzt und die dritte vermutlich ertüchtigt, so Köhnlein.

Umwege auch für Fahrradfahrer
Der Radweg aus Rübke Richtung Neu Wulmstorf entlang der Wulmstorfer Straße ist auf eine Strecke von 250 Metern gesperrt. Das gab jetzt Hans-Jürgen Haase, Leiter des niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade, gegenüber dem WOCHENBLATT bekannt. Leitungsverlegungen seien der Grund für die Bauarbeiten, die noch bis kurz vor Weihnachten anhalten würden. Eine Umleitung über die K40 und den Brockmannsweg sei ausgeschildert.