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"Samel"-Fassade: Die Debatte geht weiter

Grüne wollen andere Erdgeschoss-Optik

tk. Buxtehude. Die Idee der Grünen, die Gründerzeitfassade des Samel-Hauses, in Zukunft der neue Haupteingang des Buxtehude-Museums am Petri-Platz, zu rekonstruieren, wird sich nicht umsetzen lassen. Das teilt der grüne Co-Fraktionschef Michael Lemke nach einem Vor-Ort-Termin mit Experten mit. So habe Stadtarchäologe Dr. Bernd Habermann erklärt, dass der jetzige Zustand die Geschichte des Gebäudes widerspiegele und daher die Optik aus dem 19. Jahrhundert nicht rekonstruiert werden könne. Allerdings haben die Grünen dennoch einen Vorschlag zur Fassade: Sie soll zumindest im Erdgeschoss so wiederhergestellt werden, wie sie 1946 aussah.
Die Grünen folgen dabei der Argumentation des Denkmalschutzes. Die aktuellen Pläne sehen hingegen vor, die Fassade im Erdgeschoss zu verändern. So soll eine großzügige Fensterfront geschaffen werden. Im ersten Stock solle dagegen mit Sprossenfenstern das historische Bild wiederhergestellt werden.
Die Erdgeschosspläne passten nicht zum Denkmalschutz, argumentiert Michael Lemke. Statt großer Fenster solle die Fassade künftig wieder kleinteilig werden. Da sei ohne große Um- bzw- Neuplanung machbar, so Lemke.
Ob dieser Antrag in der Politik eine Mehrheit findet, kann angesichts der bisherigen Debatte über die Fassade bezweifelt werden. Dass der neue Museumseingang möglichst offen und transparent gestaltet wird, sei das Ziel der Planung gewesen, hatte der Erste Stadtrat Michael Nyveld bei der jüngsten Diskussion über die Museums-Fassade im Bauausschuss gesagt. Auf Widerspruch bei einer politischen Mehrheit traf diese Aussage nicht.