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Samel-Fassade wird nicht rekonstruiert

tk. Buxtehude. Aus und vorbei: Die Fassade des "Samel"-Hauses, der künftige Haupteingang des Buxtehude Museums, wird so aussehen wie geplant: Eine große Glasfront mit einer Art markantem Stahlrahmen. Der Antrag der Grünen, zumindest das Erdgeschoss so zu rekonstruieren wie das Haus bis 1946 aussah, wurde von einer Mehrheit im Bauausschuss abgelehnt.

Prof. Dr.-ing. Karsten Ley, Architektur-Dozent an der Hochschule 21 und ausgewiesener Denkmalsexperte, erteilte der Grünen-Idee eine Absage: "Rekonstruktion ist eine Art Geschichtsfälschung." Hinzu komme, dass der beste Denkmalschutz eine gute Nutzung sei - wie mit dem Museum. Und: Eine neue Nutzung dürfe auch als eine "weitere bauliche Schicht erkennbar" sein. "Das ist wie ein Fußabdruck unserer Zeit", sagte Ley.

An der Stahl- und Glaskonstruktion scheiden sich zwar einige Geister, doch die Fassaden-Wiederbelebung ist endgültig vom Tisch.