Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Stader Landrat kritisiert die Aufgabenverteilung

Landrat Michael Roesberg (Foto: arhiv)
Bund und Land geben zu viele Dinge ab

tk. Stade. Landrat Michael Roesberg kritisiert, dass immer mehr Aufgaben von Bund und Land an die Landkreise delegiert werden. "Von den sprudelnden Steuereinahmen, die Bund und Land verbuchen, bleibt oben zu viel hängen", so Roesberg. Von der Versorgung der wachsenden Zahl von Flüchtlingen bis hin zum Ausbau eines schnelleren Internets heiße es aus Hannover und Berlin Richtuung der Landkreis viel zu oft: "Macht mal!"
Die Aufgaben können wir bewältigen", sagt der Landrat, "aber es kann nicht sein, dass wir dafür neue Schulden aufnehmen müssen." Hintergrund der Kritik ist die grundsätzliche Vereinbarung zwischen Berlin und den Ländern, dass sich der Bund stärker an den Kosten für Flüchtlinge beteiligen wird.
Michael Roesberg rechnet damit, dass der Landkreis bis Ende des Jahres rund zehn Millionen Euro für die zu betreuenden Asylbewerber aufwenden muss.
Die Beteiligung vom Bund an den Kosten der Flüchtlingsbetreuung sei ein erster Schritt, der zudem überfällig wäre. Frühestens im Herbst können die Kreisfinanzverwaltung einschätzen, ob tatsächlich mehr Geld in Stade ankommt.