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Stadtmarketing Buxtehude bekommt Förderrichtlinien: Alle Vereine gleich behandeln

Beim Tag der Vereine hat das Stadtmarketing den Bürgerverein Altkloster unterstützt (Foto: tk)
tk. Buxtehude. Das Buxtehuder Stadtmarketing soll künftig Förderrichtlinien zur Unterstützung von Vereinen und deren Veranstaltungen bekommen. Das hat der Wirtschaftsausschuss am Mittwochabend mit breiter Mehrheit beschlossen. Die Stadtverwaltung wird dafür Vorschläge erarbeiten und bei der nächsten Sitzung, voraussichtlich im April, präsentieren.

"Wir wollen alle Vereine gleich behandeln", sagte Torsten Lange, der neben den Bereichen Kultur und Tourismus auch das Stadtmarketing verantwortet. Hintergrund der Diskussion ist zum einen die Absage der Politik an das Steampunk-Festival, das das Stadtmarketing veranstalten wollte. Dafür gab es kein Geld, die Veranstaltung wird jetzt vom Altstadtverein gemanagt. Zum anderen knirscht es seit einigen Wochen zwischen diesem Ausschuss und dem Altstadtverein. Der kann für das Jahr 2017 maximal mit einer Unterstützung von 75.000 Euro für Stadt- und Weinfest rechnen. Teile der Politik monieren, dass noch immer keine komplette Übersicht von Einnahmen und Ausgaben vorliegt. Astrid Bade (SPD) sprach von "Intransparenz".
Förderrichtlinien würden in Zukunft allen Akteuren eine verlässliche Basis bieten.
Ein  Antrag der CDU, der eine weit größere Mitsprache des Rates im Stadtmarketing-Beirat vorsah, wurde zurückgestellt. Der Beirat ist unter anderem für die Ideensammlung für Projekte und Veranstaltungen zuständig. Dort wurde auch das Steampunk-Festival ersonnen. Die CDU will die Zusammensetzung des Beirates von der Politik bestimmen lassen.

"Überflüssig", findet Michael Lemke (Grüne). Wenn es Förderrichtlinien gebe, sei das vollauf genug. Allerdings will offenbar auch die SPD den Beirat nicht an einer allzu langen Leine laufen lassen. Alexander Paatsch forderte "mehr Transparenz".
Bis darüber debattiert wird, soll es aber erst den Entwurf der Förderrichtlinien geben.

• Lesen Sie am kommenden Mittwoch, wieso es erneut zwischen Politik und Altstadtverein zu Unstimmigkeiten kam. Erstmals wurde öffentlich laut darüber nachgedacht, dass die großen Veranstaltungen wie Stadt- und Weinfest auch von der Stadt übernommen werden könnten. Geht Buxtehude den Stader Weg?